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  • Allgemeine Infos zu Diplomacy

    "Klappentext"

    Diplomacy ist ein Brettspiel von Allan B. Calhamer, welches den ersten Weltkrieg in Europa bzw. die Bündnispolitik davor simuliert. Neben strategischem Geschick sind bei diesem Spiel vor allem das Führen diplomatischer Verhandlungen und das geschickte Aushandeln von Bündnissen zwischen den verschiedenen Spielern notwendig. Zum Überleben benötigt jeder Spieler die Hilfe eines oder mehrerer anderer Spieler. Gewinnen kann das Spiel aber dennoch nur ein Spieler. Deswegen muss man wissen, wem man trauen kann, wann man ihm trauen kann, was man versprechen muss und wann man seine Versprechungen machen sollte.

    Ablauf des Spiels

    Auf einer Landkarte Europas, die annähernd die politischen Grenzen vor dem ersten Weltkrieg darstellt, ringen sieben Mächte um die Vorherrschaft. Die Spieler verkörpern die Herrscher der Großmächte England, Frankreich, Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Italien, Russisches Reich und Osmanisches Reich. Das Spielbrett gliedert sich dabei in Land- und Seegebiete. In der Standardvariante besteht das Ziel des Spiels darin, die Kontrolle über mindestens 18 von insgesamt 34 sogenannten Versorgungszentren (VZ) zu erringen. Versorgungszentren sind besonders bezeichnete Spielfelder, die sich ausschließlich auf dem Land befinden. Die Anzahl der Spielfiguren eines Spielers ist im Verlauf des Spiels an die Anzahl der von ihm kontrollierten Versorgungszentren gekoppelt: pro kontrolliertem VZ gibt es eine Einheit. Wird ein VZ verloren, müssen überzählige Einheiten abgebaut werden. Auf jedem Spielfeld kann sich, wie beim Schach, immer nur eine Einheit aufhalten.

    Startaufstellung Standardpartie

    Eine Diplomacy-Partie gliedert sich in Spieljahre, wobei 1901 das erste Spieljahr ist. Jedes Spieljahr ist wiederum in fünf Phasen unterteilt: 2 Bewegungsphasen, in denen die Spielfiguren auf dem Brett verschoben werden können; 2 Rückzugsphasen, in denen sich die Einheiten, die während der vorangehenden Bewegungsphase vertrieben wurden, auf freigebliebene Felder zurückziehen können; und schließlich als letzte Spielphase die Aufbauphase, in der die Anzahl der von jedem Spieler besessenen Versorgungszentren der Anzahl seiner Spielfiguren angepasst wird. Die Spielfiguren werden in Anlehnung an den Militärjargon auch Einheiten genannt, wobei es zwei Typen von Einheiten gibt: Armeen und Flotten. Verfügt ein Spieler über mehr Versorgungszentren als Einheiten, kann er "aufbauen", hat er weniger, muss er "abbauen". Welche Einheiten ein Spieler abbaut, bleibt ihm überlassen; neue Einheiten aufbauen kann er jedoch nur in den sogenannten Heimatzentren. Heimatzentren sind die Versorgungszentren, die sich auf dem Territorium der jeweiligen Großmächte befinden und allesamt die Namen großer Städte tragen (also beispielsweise London im Falle Englands, München im Deutschen oder Konstantinopel im Osmanischen Reich). Diese Heimatzentren besitzt jeder Spieler schon bei Spielbeginn, also noch vor dem ersten Zug.

    Was Diplomacy von vielen anderen Brettspielen unterscheidet, ist, dass die Züge der einzelnen Spieler nicht nacheinander, sondern gleichzeitig ausgeführt werden. Zu diesem Zweck notiert jeder Spieler seine Züge und reicht sie zur Auswertung ein. Wichtig ist, dass es sich bei den notierten Zügen nur um Planungen handelt, die mit den Planungen der anderen Spieler in Konflikt geraten (und folglich scheitern) können. Demgemäss erfahren die Spieler erst nach der Auswertung, ob ihre Züge erfolgreich waren. Die Auswertung erfolgt auf der Grundlage von rund 20 nicht besonders komplizierten Einzelregeln, die vornehmlich das Halten und die Verdrängung von Einheiten betreffen, aber beispielsweise auch den Konvoi von Armeen über Seegebiete mit Hilfe von Flotten regeln. Eine weitere Besonderheit und auch das "Herzstück" des Spiels ist die Möglichkeit, vor jeder Bewegungsphase mit den anderen Spielern zu kommunizieren. Da kein Spieler aus eigener Kraft das Spiel gewinnen kann, ist er auf die Unterstützung durch andere Spieler angewiesen. Diese erhält er durch das Schmieden von Bündnissen, durch geschickte "Diplomatie", was dem Spiel den Namen gab.

    Varianten

    Inzwischen haben sich viele Varianten des Spiels entwickelt. Man klassifiziert die Varianten in die zwei Kategorien: Kartenvarianten und Regelvarianten.

    Bei einer Kartenvariante werden die Spielregeln des Standardspiels auf ein verändertes Spielbrett angewendet. Veränderte Standardkarten haben die Intention, vermeintliche Schwächen zu beseitigen, das Spiel in eine andere Spielzeit oder auf einen anderen Spielort zu transferieren, oder es mit veränderter Spielerzahl spielen zu können.
    Eine Regelvariante verändert die Spielregeln. So wird z. B. die Startaufstellung variiert oder neue oder veränderte Einheitentypen eingeführt. Mischformen aus Karten- und Regelvarianten sind denkbar und häufig üblich.

    Diplomacy als Fernpartie

    Da für eine vollwertige Partie verhältnismäßig viele Spieler (7) gebraucht werden und das Verhandeln eine wesentliche Komponente des Spiels ist, eignet sich Diplomacy hervorragend als Postspiel. Dabei werden die Spielzüge per Post oder E-Mail an einen neutralen Spielleiter gesendet, der die Auswertung vornimmt und das Ergebnis und die abgegebenen Spielzüge veröffentlicht. Da eine durchschnittliche Diplomacy-Partie etwa 10 Spieljahre (1901 bis 1910) dauert, verstreichen während einer solchen Fernpartie in "realer Zeit" je nach gesetzten Zeitlimits meist mehrere Monate. Neben der Auswertung durch einen Spielleiter gibt es noch eine spezielle, nur online zur Verfügung stehende Software (sog. Judges), die die Auflösung der Züge übernimmt. Judge-Partien verlaufen in der Regel schneller, da die Software sofort nach Eintreffen aller Züge auswertet und 24 Stunden aktiv ist.

    Spielregeln

    Die Spielregeln jetzt in Gänze vorzustellen, sprengt ein wenig den Rahmen. Außerdem haben dies schon andere Diplomacy-Spieler zur Genüge getan. Beispielhaft verweise ich auf die sehr gute und ausführliche Anleitung von Christian Lakenau.

    Für einen Diplomacy-Spieleabend mit Freunden habe ich einmal die Regeln als Präsentation aufbereitet. Diese lässt sich hier im pdf-Format herunterladen.

    Partien als E-Mail-Spiel benötigen darüber hinaus natürlich noch ein paar zusätzliche Regeln. Diese sind für die Spiele, die über Ludomaniac laufen, hier ausführlich dargestellt.

    Zu guter letzt noch die aktuelle offizielle Regel des derzeitigen Lizenzinhabers des Brettspiels.

    © by Tobias Franke; optimiert für Firefox