Diplomacy play by e-mail
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  • Ludomaniacs Standardpartie 1219

    Partie-Übersicht

    Spielleitung Beginn nächste ZAT Zugabgabe an Spielleiter Ende
    Tobias Franke 06.07.2010 Partie ist beendet Mail inklusive Zugkopie 19.01.2011

    Diese Diplomacy-Partie wird von und für Ludomaniac geführt. Es gelten die Standardregeln in Verbindung mit den Hausregeln. Bei Fragen und Fehlern ist der Spielleiter umgehend zu informieren. Wird ein Fehler erst nach der nächsten Auswertung angezeigt, so wird dieser nicht nachträglich korrigiert. Die Grafikauswertung ist verbindlich, die Textauswertung unverbindlich!


    Die Partie endete mit einem 4er-Draw im Winter 1911. Draw-Beteiligte waren Österreich-Ungarn, Russland, Deutschland und Frankreich.

    Spieler-Übersicht

    Nation Spieler NMR Ersatz VZ Platz Bemerkungen
     Österreich-Ungarn Michael Meurer 0   13 4 Draw-Beteiligter
     Großbritannien Josef Unfried 0   0 6 im Exil seit H1908
     Frankreich Martin Gladders 0   4 4 Draw-Beteiligter
     Deutsches Reich Horst Krä 0 H1903 8 4 Draw-Beteiligter
     Italien Thomas Hülsmann 0   0 7 im Exil seit H1905 
     Russisches Reich Sven Kuhn 0   9 4 Draw-Beteiligter
     Osmanisches Reich Marian Fujara 0   0 5 im Exil seit H1910
      Nachrichtenzentrum Mail an alle Spieler          
     Völkerbund Spielleitung        

    Eilmeldungen

    +++ Friede in Europa wieder hergestellt!!! +++ Europa wird unter Schutzherrschaft von Österreich-Ungarn, Russland, Deutschland und Frankreich gestellt +++ Südost-Tourismus-Monopol: Österreich beherrscht fast alle Anrainerstaaten des Schwarzen Meers +++ Deutscher Kaiser und Zar beim Eheberater gessichtet - interne Kommunikation war am Ende verbesserungswürdig +++ Wer brauch schon das Nebelwetter der Normandie? Frankreichs Präsident macht es sich im Süden gemütlich +++

    Grafikauswertung Herbst 1911

    ST1219-H11stand

    linker Mausklick → Anzeige der Spielzüge; linker Mausklick & Rausziehen → Spielzüge bleiben dargestellt

    Textauswertung Herbst 1911

    Nation Züge Rückzüge Auf- und Abbauten
     Österreich-Ungarn A VEN S A TYR
    A TYR S A VIE (*Cut*)
    A BUD - RUM
    A VIE xxx
    A SER S A BUD - RUM
    A BUL S A BUD - RUM
    F CON - BLA
    A ANK xxx
    F SMY xxx
    - + A TRI
    + A BUD
     Frankreich F SPA (nc) S F POR (*Cut*)
    F POR S F SPA (nc)
    F NAF - MAO (*Fails*)
    A MAR xxx
    - -
     Deutsches Reich F NAO S F IRI - MAO
    F ENG S F IRI - MAO
    A GAS S F MAO - SPA (sc)
    A BUR - MAR (*Fails*)
    A BEL - PIC
    A MUN - TYR (*Fails*)
    A RUH - MUN (*Fails*)
    A SIL - BOH (*Fails*)
    - -
     Russisches Reich A GAL - VIE (*Fails*)
    A BOH S A GAL - VIE (*Cut*)
    A SEV - MOS
    A ARM - ANK (*Fails*)
    F IRI - MAO (*Fails*)

    F BRE S F IRI - MAO
    A UKR - RUM (*Fails*)
    A RUM - BUD (*Disloged*)
    F MAO - SPA (sc) (*Fails*)
    - A RUM + F SEV
    Erläuterungen zu den hervorgehobenen Befehlen der Textauswertung siehe unten.

    Rückblick auf vorherige Züge

    H1911
    F1912
    H1912
    F1913
    H1913
    F1914
    H1914
    F1915

    Der Rückblick auf die vorherigen Züge ist auch über das Adjudicator-File möglich. Voraussetzung ist natürlich der Adjudicator. Sollten Schwierigkeiten auftreten oder Karten einzeln benötigt werden, so möge man mich bitte kontaktieren.

    Verteilung der Versorgungszentren

    Nation 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15
     Österreich-Ungarn 3 5 6 7 8 10 12 12 12 12 11 13        
     Großbritannien 3 4 5 5 5 4 3 1 0 0 0 0        
     Frankreich 3 5 5 5 5 6 6 7 6 5 4 4        
     Deutsches Reich 3 5 4 4 4 5 5 5 6 7 8 8        
     Italien 3 4 4 4 3 0 0 0 0 0 0 0        
     Russisches Reich 4 4 5 6 6 7 6 7 8 9 11 9        
     Osmanisches Reich 3 4 4 3 3 2 2 2 2 1 0 0        

    Pressemitteilungen

    Le Journal National Ansprache des Präsidenten an sein Volk (EoG)

    Winter 1911 - In einer bewegenden Ansprache wendete sich gestern Abend der Präsident an sein Volk:
    "Liebe Franzosen!
    Die letzte Volksbefragung ergab, dass viele Franzosen der Meinung sind, Paris sei zu teuer und die Normandie zu nass und zu kalt! Aber ich, Euer Präsident, höre zu und handele! Ich habe daher unsere alte, dreckige Hauptstadt Paris den Deutschen und die unerwünschte Nordküste den Russen überlassen. Im Gegenzug bin ich mit dem Österreichischen Kaiser übereingekommen, dass westliche Mittelmeer zu teilen und nun eine neue Hauptstadt am Mittelmeer zu errichten!
    Ich lade also alle Franzosen zum neugegründeten fränkisch-maurischen Reich ein, indem wir alle zusammen Strand, Sonne und Meer das ganze Jahr über genießen können! Kommt und genießt das Leben. Vive la vie!
    Euer Präsident"

    ------

    Am Anfang wollte ich nur "meine" iberischen VZs erobern. Italien versprach Frieden und Deutschland und England waren unentschieden. Bald aber griffen die Beiden mich an und Italien verriet mich im Süden! Es war 1902 und alles war fast vorbei!

    Zum Glück (und/oder durch mein Argumente?) überlegte es sich England (Josef) anders und damit begann mein einziges treues Bündnis dieser Partie schade, dass keiner von uns beiden stark genug wurde, um konstruktiv und erfolgreich zusammenzuarbeiten.

    Deutschland wurde schwach und ich konnte mich auf die italienische Bedrohung im Mittelmeer konzentrieren. Ende 1904 griff Österreich (Michael) endlich Italien an, was eine große Erleichterung für mich war. Ich dachte, ich könnte nun Italien gegen den österreichischen Verräter helfen (und dabei vielleicht auch Tunis bekommen!). Michael hatte nämlich auch im Osten Erfolg gehabt und wurde langsam die stärkste Nation am Brett. Ich war jedoch erstaunt und enttäuscht darüber, dass Italien (Thomas) seine Heimat ohne Kampf aufgab und stattdessen weiter nach Westen gegen mich zog.

    Während ich dann den selbstmörderischen Italiener erledigte, konnte Österreich ohne Hindernis die drei verbleibenden italienischen VZs erobern. Michael hatte versprochen, wir würden die vier italienischen VZs gleichmäßig aufteilen und zusätzlich versprach er auch, dass er keine Flotten mehr aufbauen würde. An beides hielt er sich nicht! Vor allem seine neue dritte Flotte war für mich die größte Bedrohung meiner Sicherheit und ich war gezwungen, das deutsch/russische Angebot anzunehmen und nun gemeinsam gegen ein österreichisches Solo vorzugehen. Leider konnte ich die beiden nicht davon überzeugen, meinen treuen Bündnispartner England überleben zu lassen beide wollten England unbedingt eliminieren!

    Es war dann für mich ein Wettlauf gegen die Zeit: ich musste im ehemaligen Italien schnell VZs erobern und stärker werden, bevor Russland (und vielleicht auch Deutschland) mich über den Nordatlantik angreifen würden! Leider kämpfte Michael sehr gut und der erwartete Verrat aus dem Norden kam zu früh!

    Schnell haben Michael und ich uns geeinigt er war nämlich wieder im Osten unter Druck geraten. Ich konnte weder Brest noch Paris schützen, aber mit österreichischer Unterstützung konnte ich noch MAR, SPA und POR sichern. Die Partie war für mich jetzt eine Pattsituation. Ein Draw war somit die beste Möglichkeit, um das logische Ende der Partie abzukürzen.

    ------

    Ich danke Euch für das Mitspielen, insbesondere Horst für das Einspringen als Ersatzspieler eine Partie mit Anarchie in einer Nation ist einfach zu blöd.
    Und zuletzt danke ich Tobias für die treffende Spielleitung und seine Hilfe mit meiner ersten deutschsprachigen E-Mail-Partie!

    Bis zum nächsten Mal,
    Martin

    Berliner Postille Deutscher Kaiser meldet sich zu Wort (EoG)

    Winter 1911 - Nachdem italienische Popagandablätter der Partisanenbewegung ihrem ehemaligen Duce Raum für private Worte gegeben hat, fühlt sich die deutsche freie Presse geradezu genötigt, ebenfalls private Worte des Kaisers abzudrucken:

    "Lieber Tobias, liebe Mitspieler, auch von Deutschland gerne ein End of Game.

    Zuallererst den ihm gebührenden herzlichen Dank an Tobias für die gute und unkomplizierte Spielleitung und die in jeder Hinsicht treffenden und erfrischenden Kommentare auf der Homepage - das hat viel Spaß gemacht.

    Und nun zum Spiel:
    Als ich Deutschland übernommen hatte, sah das nach einem eher kurzen Gastspiel aus: Mein Vorgänger hatte es sich offenkundig mit allen unmittelbaren Nachbarn verscherzt und die Situation sah unmittelbar zappenduster aus. Also: Gespräche, Gespräch, Gespräche ... Und das lief alles gar nicht einmal so schlecht. Österreich konnte überzeugt werden, seine Einheit aus meinem Gebiet wieder abzuziehen - ein echter Erfolg, der etwas Luft zum Atmen gab. Auch mit Frankreich konnte zumindest einmal eine Art Waffenstillstand erzielt werden - allerdings um den Preis, dass ich Italien in der Schlacht um Marseille nicht helfen konnte - eigentlich schade, denn mit Italien hatte sich die Kommunikation gut entwickelt, und ich hätte ihn gern noch länger im Spiel gehabt (das EoG von Russland aufgreifend: Das hätte auch ein guter Dreier werden können!). Dann war die Frage, was mit England und Russland geht ... Klar war, dass hier der Spaltkeil angesetzt werden musste - und von den Möglichkeiten hatte Russland mehr zugewinnen ... und damit auch ich, denn mit Druck von Russland auf England konnte ich wiederum den Druck auf mein Heimatland deutlich verringern. Also, flugs diplomatische Beziehungen aufgenommen - und siehe da: Es lief gut. Vernünftige Absprachen, Angebote, mit denen beide etwas zu gewinnen hatten - und vor allem ein unheimlich guter persönlicher Draht, der sich da schnell entwickelt hatte. Fazit: Mit Russland gegen England ... und das ging mit bemerkenswertem Erfolg gut. Zu diesem Zeitpunkt war nur unangenehm, dass Frankreich unbedingt an England festhalten wollte - das machte alles etwas zäh. Und dann: Österreichs Stab an Italien und dann an Russland - die Geschichte kochte nun definitiv hoch. Das Solo für Österreich war in diesem Moment sehr nahe - deshalb war aus meiner Sicht eine Koalition aller anderen friedliebenden Länder eine simple Notwendigkeit. Die insoweit auch durchaus ernst gemeinten Vorschläge fielen dann auch auf fruchtbaren Boden - Danke an Frankreich und das Osmanische Reich, dass Ihr Euch mit Russland und mir dem Sieg Österreichs entgegen gestemmt habt. Gewisse Probleme ergaben sich dann allerdings, weil auch hier Frankreich noch sehr daran interessiert war, Restengland am Leben zu erhalten ... schade, weil das für das Stoppen Österreichs unnötig war und im Ergebnis dann einiges an Sand in die Kommunikation gestreut hat. Angesichts dieser Kommunikationsschwierigkeiten war dann angesichts der wirklich super Abstimmung mit Russland irgendwann der Entschluss da, bei passender Gelegenheit den Vorstoß auch nach Frankreich zu wagen, nachdem Österreich gestoppt war. Und das lief dann eigentlich auch recht gut und locker - leider haben es aber Frankreich und Österreich dann doch zu schnell geschafft, sich zusammenzuraufen - wir hatten eigentlich darauf gehofft, dass uns hier das gegenseitige Misstrauen der beiden mehr helfen würde. Und dann fuhr sich alles immer mehr fest - das Ausscheiden des Osmanischen Reiches aus dem Spiel (Gruß noch mal an Marian, und natürlich auch an Deinen Bruder - ich hoffe, er hat sich meinen Stab nicht zu sehr zu Herzen genommen!), das Ende des Flottenvordringens in MAO und dann leider auch das wirklich unglückliche (und von keinem von uns verschuldete!) Missverständnis im letzten Zug mit Russland bei der Frage, ob Böhmen oder Galizien Vie angreift - umso ärgerlicher, weil aus beiden Ländern der Angriff erfolgreich und die Situation dann eine ganz andere gewesen wäre. Der schnelle Draw war dann die logische Folge.

    Was bleibt zu sagen? Ich bin recht zufrieden mit der Entwicklung von Deutschland, denn mit einer Verdopplung der VZ und einer Beteiligung an einem 4er-Draw hatte ich wirklich nicht rechnen dürfen. Ansonsten ganz besonders herzlichen Dank an Sven - ein so reibungsloses, unkompliziertes und nettes Zusammenspiel zweier Nationen aus einem Guss habe ich bislang selten erlebt. Auch ich werde meine Paranoia in anderen Partien erst wiederfinden müssen. Alles in allem eine wirklich schöne Partie, dafür dass ich nur als Ersatzspieler dabei war. Danke!!

    Ansonsten würde ich mich freuen, wenn wir uns bei Gelegenheit wieder einmal in einer Partie treffen - dann auch gerne mit anderen Bündnissen ...

    Herzliche Grüße
    Horst"

    Moskauer Prophet Zar geht in wohlverdienten Urlaub (EoG)

    Winter 1911 - Der Zar hat heute den Frieden in Europa verkündet! Nach Absprache mit dem Kaiser von Deutschland, war man sich einig darüber, dass es das Beste für alle Nationen wäre, die Waffen endlich ruhen zu lassen. So trafen sich die Führer der vier verbliebenen Staaten Europas und unterzeichneten das Friedensabkommen, welches die derzeitigen Grenzen festschreibt. Angesprochen auf den Deutschen Angriff aus Schlesien entgegnete der Zar, dass es sich hierbei um ein Kommunikationsproblem gehandelt habe, welches man jedoch bereits klären konnte. Der zuständige Verbindungsoffizier, der allem Anschein nach die lateinischen nicht richtig in kyrillische Schriftzeichen umsetzen konnte, wurde versetzt, wie es aus Regierungskreisen heißt. Wohin genau, wollte man nicht bestätigen.
    Der Zar verabschiedete sich mit den Worten: "Diesen historischen Tag sollten wir feiern. Und zugleich nicht vergessen, welch Kraftakt es war, diesen Tag herbeizuführen."
    Wo genau der Zar seinen hochverdienten Urlaub verbringen wird, war nicht zu vernehmen. Sein bisheriges Urlaubsdomizil, das Schwarze Meer dürfte ihm jedoch im Moment zu überlaufen sein...

    ------

    Für Russland war das ein ziemlich abwechslungsreiches Jahrzehnt. Als feststand, dass ich Russland spielen würde, war klar, dass ich entweder den Osmanen oder Österreich dazu bewegen musste, mit mir gegen den jeweils anderen zu ziehen.
    Da Marian sich anfangs lange nicht gemeldet hatte, schritten die Verhandlungen mit Österreich über eine Aufteilung des Balkans ziemlich zügig voran, so dass es auch danach aussah, dass wir den Osmanen dann zusammen angreifen würden.
    Im Hintergrund hatte ich allerdings fortwährend einen guten Draht zu Italien, dass sich aus meiner Sicht leider viel zu früh aus dem Spiel verabschieden musste. Ähnlich, wie später mit Horst, der für den ersten Deutschen einsprang, war mein Verhältnis mit Italien - soweit ich das beurteilen kann - von regem Informationsaustausch geprägt, der ziemlich gut harmonierte.
    Während ich also mit Österreich meinen Feldzug gegen den Osmanen plante, waren die Verhandlungen mit dem ersten Deutschen Kaiser dieses Spiels wirklich schwierig. Er wollte mir jedwede Truppenbewegung im Norden verbieten und verstand bereits den Vormarsch auf Schweden als eine Kriegserklärung. Er hat sich dann zum Glück sehr früh aus dem Spiel verabschiedet. Eigentlich wollte ich mit dem deutschen Kaiser wirklich zusammenarbeiten. Leider hat sein Misstrauen dies verhindert und meiner Meinung auch dafür gesorgt, dass er sich recht früh verabschieden musste. Denn Deutschland wäre wohl aus dem Spiel gewesen, wäre nicht Horst eingesprungen.
    Bevor abzusehen war, dass sich der alte Kaiser einfach auf und davon macht (wohl aufgrund der aussichtslosen Lage), sah es danach aus als würden Russland, England, Frankreich und Österreich-Ungarn gemeinsam Deutschland unter sich aufteilen wollen. Jedenfalls hatte man sich wohl viele Feinde gemacht.
    Horst war aber zum Glück etwas kommunikativer und so entschloss ich mich dann, den ursprünglichen Plan wieder aufzunehmen und mit Deutschland gemeinsam gegen England zu ziehen. Von den ursprünglichen Feinden blieb am Ende nur noch England übrig. Denn Frankreich und Österreich zogen ebenfalls von der Front ab.

    So erfolgreich der Feldzug im Westen dann auch war, so mühsam war er im Osten.
    Michael, der ja Österreich gespielt hat, hatte irgendwie ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt des Verrats. Erst hat er Italien eiskalt erwischt, was dann auch dazu geführt hat, dass dort nichts mehr zu retten war und später ist er ja dann auch gegen mich marschiert, was für ein kurzzeitiges "Alle gegen Österreich" gesorgt hat um ihn wenigstens vom Solo abzuhalten. Lustigerweise wäre die Zusammenarbeit einen Zug später von mir mit Österreich ebenfalls beendet worden, doch leider hab ich etwas zu lange gezögert, die Einheiten auch in Stellung zu bringen, was dann ja später noch für erhebliche Probleme gesorgt hat.
    Der Osmane hat zum Glück lange genug Widerstand geleistet, trotz seiner doch recht aussichtslosen Lage.
    Horst und ich haben im Gegenzug dann irgendwann Frankreich empfindlich erwischt um uns dann leider doch irgendwann die Zähne an den Pattlinien auszubeißen.

    Abschließend ist uns leider ein Abstimmungsfehler unterlaufen, der dazu geführt hat, dass wir nicht Wien besetzen konnten. Trotzdem war die Kommunikation zwischen uns beiden schlichtweg sehr gut. Meistens waren wir uns bereits direkt nach dem ZAT einig, was zu ziehen war, was das abschließende Missverständnis umso ärgerlicher machte, weil ich persönlich gerne noch eine Weile mit Deutschland zusammen gespielt hätte. Das Vertrauensverhältnis war von Anfang an auch erstaunlich gefestigt. Trotz der üblichen Diplomacy-Paranoia hat man dann im Endeffekt wie ein Spieler agiert.
    Denn unsere Vorschläge, was zu ziehen ist, unterschieden sich meist nur in Nuancen und trotz der oftmals vorhandenen Möglichkeit einander in den Rücken zu fallen ist das dennoch nie passiert. Wir waren von Anfang an entschlossen, die Partie gemeinsam mit einem 2er-Draw zu beenden... ich jedenfalls ab dem Zeitpunkt, ab dem abzusehen war, dass Italien das Spiel nicht überleben würde. Ansonsten wäre ich hier wohl in eine Zwickmühle gekommen. Denn zu beiden Parteien gestaltete sich das Verhältnis als sehr, sehr gut.
    Ich vermute auf jeden Fall mal, dass die Zusammenarbeit mit Deutschland schädlich sein wird, für meine nächste Diplomacy-Partie ;) Denn meine Paranoia werde ich vermutlich auch beim nächsten Bündnispartner einfach überhören...

    Österreich hat meines Erachtens vor allem von seinem Verrat an Italien profitiert, was ihm schnell zu einer ordentlichen Größe verholfen hat. Außerdem denke ich, dass ich vielleicht früher hätte mit dem Osmanen ein Wort wechseln müssen, über eine Zusammenarbeit gegen Österreich. Leider fehlte dafür das Vertrauen ineinander, wodurch die Zusammenarbeit erst kam als Österreich mich dann überfiel.
    Der Verrat an England tut mir in gewisser Weise durchaus Leid. Denn der Engländer war eigentlich immer freundlich und aufgeschlossen und wäre Horst nicht gewesen, dann hätte ich mir auch eine Zusammenarbeit mit England vorstellen können.
    Doch mit Deutschland boten sich einfach bessere Optionen. Außerdem hat's auch einfach besser "gefunkt" mit Horst und mir...

    Die Partie hat auf jeden Fall Spaß gemacht, wenn auch das Ende ein klein wenig ärgerlich war.
    Allen die weiterhin dabei bleiben auf jeden Fall noch viel Spaß. Vielleicht trifft man sich ja in einer anderen Partie wieder!

    Beste Grüße,
    Sven, der Zar von Russland

    Römischer Kurier Gedanken aus dem Exil (EoG)

    Winter 1911 - Folgende Worte diktierte uns der ehemalige Duce:

    "Hallo Leute!

    Mir hat die Partie trotz meines frühzeitigen Ausstiegs wieder einiges gebracht. Ich empfinde Italien weiterhin als schwierigstes Land in Diplo.

    Vor allem ist man mMn i.d.R. mindestens zu Beginn an sowohl eine Strategie als auch einen Partner gebunden und wenn der dann anders spielt, läuft es mit I einfach nicht. Dies mal unbenommen etwaiger Patzer in der eigenen Diplomatie, keine Frage. Ich gestehe, dass ich auch nicht DAS Augenmerk auf diese Partie hatte, da für mich das Überleben natürlich auch nicht so wichtig war. Trotzdem hätte ich natürlich gerne mehr VZs rausgezogen, einfach um zu sehen, ob ich es hinbekomme, auch das ist klar. ;-)

    Ich denke, ich werde noch einige Male Italien spielen ;-)

    beste Grüße und Danke aus dem Exil für die Partie
    Thomas

    PS: aber macht euch keine allzu große Sorgen, in einer anderen Partie läuft es recht passabel für mich ;-)"

    Berner Tageblatt Haager Friedenskonferenz ohne Ergebnisse

    Herbst 1900 - Auf Anregung des russischen Zaren Nikolaus II. und auf Einladung der niederländischen Königin Wilhelmina fand in Den Haag eine Konferenz von Juristen und Politiker aus insgesamt 26 Staaten statt. Ziel dieses Zusammentreffens war die Erarbeitung von Grundsätzen für die friedliche Regelung internationaler Konflikte sowie die Einleitung von militärischen Abrüstungsschritten.

    Unglücklicherweise waren diese Verhandlungen nicht erfolgreich und man ist ergebnislos abgereist. Auch wenn eine Fortsetzung der Konferenz geplant ist, äußerten sich eine Vielzahl von Teilnehmern sehr besorgt. "Europa ist derzeit das sprichwörtliche Pulverfass und es fliegen genügend Funken zwischen den einzelnen Nationen", ließ uns der Organisator der Konferenz, Johann von Bloch, wissen. Besonders gefährlich erscheinen die konträren territorialen Ansprüche der europäischen Großmächte gepaart mit massiven militärischen Aufrüstungen. Gerüchten zur Folge sollen schon erste Mobilmachungen der nationalen Einheiten vorbereitet werden. In seiner Abschlussrede ermahnte von Bloch die Herrscher zu verantwortlichem Handeln und forderte weitere zumindest bilaterale Gespräche.

    Erläuterungen zu den hervorgehobenen Befehlen der Textauswertung (siehe oben)

    Kommentierung ausführliche Beschreibung
    (*Fails*) Fehlgeschlagener bzw. erfolgloser Zug.
    Dies kann bedeuten, dass der Bewegungsbefehl lediglich nicht erfolgreich war - aber auch, dass er nicht regelgerecht war, da bspw. in ein nicht benachbartes Gebiet gezogen werden sollte.
    (*Disloged*) Eine Einheit wurde erfolgreich angegriffen und vertrieben.
    (*Disbanded*) Eine Einheit wurde erfolgreich angegriffen. Da jedoch keine Rückzugsmöglichkeiten bestanden, musste diese Einheit aufgelöst werden.
    (*Bounce*) Eine Einheit, die versucht in ein freies Gebiet zu ziehen, wurde dabei blockiert.
    Dies passiert dann, wenn eine oder mehrere andere Einheiten mit gleichwertiger Unterstützung ebenfalls in dieses Gebiet einziehen wollen.
    (*Cut*) Die befohlene Unterstützung wurde unterbunden.
    Dies ist dann möglich, wenn die Einheit aus einem anderen Feld heraus angegriffen wird, als von dem, in das sie hinein unterstützt.
    (*Void*) Ein Unterstützungs- oder Konvoibefehl geht an eine Einheit, die keinen entsprechenden Bewegungsbefehl zugewiesen bekommen hat.
    (*Ordered to Move*) Ein Unterstützungsbefehl geht an eine Einheit, die keinen entsprechenden Haltebefehl zugewiesen bekommen hat.
    (*No such land*) Der Befehl konnte nicht ausgeführt werden, da ein unbekannter Provinz- oder Seegebietsname (bzw. deren falsche Abkürzung) vorlag.
    © by Tobias Franke; optimiert für Firefox