lautlos
vergieße tränen lautlos
in der nacht, in die nacht...
du liegst hier schlafend
neben mir; neben dir
fühlte ich mich bisher
immer geborgen, nun gebogen.
ohne lächeln, mit eiseskälte hast du
mich gegrüßt, mich geküßt;
ich vermisse deine sonstige
zärtlichkeit, den klärenden streit.
kein klagen, du sagst einfach nicht
was dich stört, was mich verstört!
da ist nichts mehr von heißer
leidenschaft, was leiden schaft.
bisher warst du gnadenlos ehrlich
warst offen, ließt hoffen,
daß die schöne zeit würde
unendlich sein - endlich kein
alleinsein mehr. was habe ich wieder
falschgemacht, falsch gedacht?
kein klagen, du sagst nicht
was dich stört, was mich verstört!
liege immer noch wach, lausche
in der nacht, in die nacht...