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  • Liebeswogen

    Meine See des Verliebtsein war ruhig und still,
    kein Feuer brachte sie zum Brodeln, kein Wind Wellen.
    Mir ging es recht gut, ich wußte, was ich will,
    hörte bloß Möwenschrei und keine Liebes Schellen.

    Der Wellengang kam schleichend, er kam sacht;
    nicht urknallartig, keine Donner, keine Blitze.
    Erst durch das Schwanken bin ich dann aufgewacht:
    schon drückte sich das Wasser durch die ersten Ritze.

    Ich sitze starr im Boot, will mich nicht wehren,
    das Schaukeln nimmt zu, erste Blanken brechen im Wind.
    Das Schiff sinkt, doch lasse ich es gewähren;
    der Sog zieht mich nieder, ob ich unten Ruhe find?

    Auch dein Boot kam ins Wanken, blieb aber dicht.
    Du hast mein Herz geraubt, willst es aber nicht!

    Liebeswogen