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  • Daniel und ich - als wir noch schön jung waren!

    Meine erfolgreiche Abnabelung vom Elternhaus habe ich ganz sicher der Jungenschaft zu verdanken. Nicht nur, dass ich in meinen Ferien nicht mehr mit meinen Eltern in Urlaub gefahren bin (sondern auf "große Fahrt"), auch ganz alltägliche Sachen wurden mir dadurch erst richtig bewusst. Ich bin zwar immer noch kein leidenschaftlicher Koch und Wäsche-Wascher geworden (vom Bügeln ganz zu schweigen), doch habe ich mich mit derartigen Dinge vorher naturgemäß gar nicht erst auseinandergesetzt. Ganz weg vom Praktischen: man wurde nämlich auch für andere Sachen, wie Freundschaft, fremde Kulturen, aber auch Politik und soziales Engagement sensibilisiert.

    Trotz all dieser positiven Erfahrungen und dem vielen Spaß dabei, war ich am Ende kaum noch in der Jungenschaft Grenzlandfahrer aktiv. Das hatte mehreren Gründe:
    Erstens war das ganze für mich eine Jugendkultur. Wir waren damals auch stolz darauf, was wir alles selbst zustande gebracht haben - ohne das Ältere dauernd ihren Senf dazugegeben haben. Warum also sollte ich dann Senfgeber spielen? Ein zweiter Grund war bestimmt auch die fehlende Zeit und andere Prioritäten (Sport und Studium -später Beruf). Der entscheidende Grund war aber, dass die Jungenschaft sich in eine Richtung entwickelt hatte, der ich so nicht mehr voll und ganz zustimmen konnte. Das sah ich zwar ein wenig wehmütig, andererseits sollte sich eine solche Gruppe auch weiterentwickeln. Sie schlug dabei zwar eine andere Richtung ein, als wir das damals gewollt hatten, es wäre aber ganz sicher falsch gewesen, dieser Tendenz massiv entgegensteuern zu wollen. Das ganze klingt jetzt für Außenstehende ziemlich schwammig, ist aber zu kompliziert um es hier für jedermann verständlich zu machen. Zumindest wären wir hier nun wieder beim ersten Punkt angekommen: Die Jungenschaft Grenzlandfahrer sollte nicht das sein, was die älteren Gründungsmitglieder einmal vorgesehen haben, sondern das, was sich die aktiven Jüngeren darunter vorstellen. Ich sah das Hauptziel der Jungenschaft immer in der Emanzipation der Jugend. Ich selbst habe davon profitiert, also warum sollte ich das anderen vergönnen?! Erfahrungen sind dafür da, dass sie gemacht werden! Die nach uns folgenden haben ohne uns Ehemalige wohl dieselben Fehler gemacht wie wir damals - und das war gut so.

    Allerdings ist dem aufmerksamen Leser bestimmt die Vergangenheitsform aufgefallen. Denn die Jungenschaft Grenzlandfahrer gibt es nicht mehr als aktiven Bund - wenn sie auch irgenwie und irgendwo immer noch weiter besteht. Aufgrund massiver interner Differenzen und auch wegen des fehlendem Nachwuchses konnte die Jungenschaft nicht überstehen. Zumindest endeten wir nicht als absolutes Auslaufmodell still und heimlich, sondern wir haben uns in aller Konsequenz selbst aufgelöst!

    Die Jungenschaft Grenzlandfahrer gibt es zwar so nicht mehr, aber ich fühle mich noch mit ihr verwurzelt. Aus diesem Grund und da die Jungenschaft ein großer Teil meiner Jugend war, will ich dieses Thema hier auch nicht übergehen. Neben einigen Photos von Fahrten, wird auch noch kurz auf die Jungenschaft Grenzlandfahrer an sich sowie auf die Helfertätigkeiten beim Evangelischen Kirchentag eingegangen.