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  • Zitate von Antoine de Saint-Exupéry 

    Man kann nicht mehr leben von Eisschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln.

    Es sind schon unzählige Bücher mit Textauszügen aus Saint-Exupérys Werken erschienen, sein Buch "Der Kleine Prinz" gehört neben der Bibel zu den meistverkauften Büchern auf der Welt. Warum soll also nun auch ich den französischen Fliegerautor sprechen lassen? Weil es sich lohnt, kann ich nur antworten. Allerdings sollen die gleich folgenden Zitate nur Appetithäppchen sein - Appetithäppchen auf mehr Saint-Exupéry! Denn erst im Kontext entfalten diese Textversätze ihre wahre Größe, erst durch die durchgängige Poesie in Saint-Exupérys Worte schleichen sich diese Wahrheiten in unser Unterbewußtsein. Folgende Werke von Saint-Exupéry sind mir ans Herz gewachsen:

    • Der Kleine Prinz
    • Wind, Sand und Sterne
    • Flug nach Arras
    • Die Stadt in der Wüste

     

    Der Kleine Prinz Der Kleine Prinz
     
    Wer nun auf Textauszüge aus dem Kleinen Prinzen hofft, der sucht hier vergeblich. Einerseits sind mir diese zum Teil schon etwas zu abgedroschen und andererseits täte ich damit den ausgelassenen Teilen des Buches unrecht. Denn jeder, der dieses kleine Büchlein gelesen hat, weiß, wie unterschiedlich es doch beim jeweiligen Lesen auf einen wirkt. Passagen, die einen beim vorherigen Mal kaum angesprochen haben, enthalten dann Wahrheiten und hoffnungsvolle Denkansätze, die einem dann für immer im Gedächtnis bleiben. Wer also etwas vom Kleinen Prinzen lernen möchte, der sollte ihn selbst besuchen.
     
     
    Wind, Sand und Sterne Wind, Sand und Sterne
     
    Die Erde schenkt uns mehr Selbsterkenntnis als alle Bücher, weil sie uns Widerstand leistet. Und nur im Kampf findet der Mensch zu sich selber.
     
    Wenn man eine Eiche pflanzt, darf man nicht die Hoffnung hegen, nächstens in ihrem Schatten zu ruhen.
     
    Ich pfeife auf Todesverachtung. Sie ist nur ein Zeichen geistiger Armut oder jugendlicher Unreife, wenn sie nicht in einer übernommenen Verantwortung wurzelt.
     
    Vollkommenheit ensteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann. Die Maschine in ihrer höchsten Vollendung wird unauffällig.
     
    Aber vor der höchsten Steigerung des Erlebens werden Worte schal. Die Sprache ist der Steigerungen nicht in eben dem Maße fähig, wie die Gealt der Sturstöße wächst. Alles Bemühen um Ausdruck bleibt leer und schmeckt unangenehm nach Übertreibung.
     
    Aber körperliches Geschehen berührt uns nur, wenn man uns seinen geistigen Hintergrund zu deuten vermag.
     
    Man kann es kaum begreifen und weiß nicht recht, wieso der Wanderer Mensch die Gärten, die ihm die Natur bereitet hat, mit solcher Unbefangenheit bewohnt.
     
    Woher haben die Menschen ihren Blick auf die Ewigkeit, wo sie doch vom Zufall auf eine noch warme Lava geworfen sind und schon vom andringenden Sand und Schnee bedroht werden? Ihre Kultur ist nur eine dünne Vergoldung, die ein Vulkanausbruch zerreißt, ein neues Meer wegwäscht, ein Sandsturm begräbt.
     
    Tantchens Glaube war so unerschütterlich wie der einer frommen Seele. Sie tat mir leid in ihrem engen Lebenskreise, der sie blind und taub machte.
     
    Es gibt Wunder, von denen man besser schweigt. Man tut sogar besser daran, nicht zuviel an sie zu denken.
     
    Nichts, was einem selbst geschieht, ist unerträglich. Ich glaube nur halb an die Wirklichkeit des Leidens.
     
    Man kann die Welt nur nach dem verstehen, was man erlebt.
     
    Das, worauf es im Leben am meisten ankommt, können wir nicht vorausberechnen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.
     
    Für den Menschen gibt es nur eine Wahrheit, das ist die, die aus ihm einen Menschen macht.
     
    Wahrheit besteht nicht in Beweisen, sie besteht im Zurückführen auf die letzte Einfachheit.
     
    Was nützt es, Ideologien zu erörtern? Alle lassen sich beweisen, aber alle widersprechen einander. Weltanschauliche Aussprachen können einen am Heil der Menschheit verzweifeln lassen, wo doch alle Menschen ringsum das gleiche ersehnen.
     
    Zu unserer Befreiung genügt es, daß man uns dazu verhilft, ein Ziel zu erkennen, das uns mit anderen Menschen verbindet.
     
    Liebe besteht nicht darin, in den anderen hineinzustarren, sondern darin, gemeinsam nach vorne zu blicken.
     
     
    Flug nach Arras Flug nach Arras
     
    Wenn eine Frau mir schön vorkommt, kann ich nicht über sie sprechen. Ich sehe sie ganz einfach lächeln. Die Intellektuellen zerlegen das Gesicht, um es aus seinen Teilen zu erklären, aber das Lächeln sehen sie nicht mehr.
     
    Leben heißt langsam geboren werden. Es wäre auch zu bequem, wenn man sich fix und fertige Seelen besorgen könnte!
     
    Aber der Krieg ist kein richtiges Abenteuer, er ist nur Abenteuer-Ersatz.
     
    Damit eine Handlung mit innerer Überzeugung geschieht, muß ihr Sinn offenbar werden.
     
    Es gibt Siege, die erheben, und andere, die erniedrigen. Niederöagen, die töten, und andere, die erwecken. Das Leben drückt sich nicht im Zustand, sondern im Verhalten aus.
     
    Die Steine vom Bau sind nur scheinbar ein wirrer Haufen, wenn verloren auf der Baustelle ein Mensch, nur ein einziger Mensch ist, der in Domen denkt.
     
    Wenn ich es auf mich nehme, mich durch meine Familie erniedrigen zu lassen, kann ich auf meine Familie einwirken. Sie ist ein Teil von mir, wie ich ein Teil von ihr bin. Wenn ich aber die Erniedrigung ablehne, wird meine Familie zerfallen, wie es gerade kommt, und ich werde stolz, aber leer wie ein Toter, einsam meine Wege gehen.
     
    Eine Kultur wie eine Religion klagt sich selbst an, wenn sie sich über die Schlaffheit ihrer Getreuen beklagt.
     
    Du musst geben, bevor du nimmst - und bauen, bevor du wohnst.
     
    Darin liegt das Geheimnis. Du mußt mit dem Opfer beginnen, um die Liebe zu gründen.
     
     
    Die Stadt in der Wüste Die Stadt in der Wüste
     
    So ist das Wesentliche einer Kerze nicht das Wachs, das seine Spuren hinterläßt, sondern das Licht.
     
    Nur die Weisheit zählt, die das Buch vermittelt, und diese gehört nicht zu deren Wesen.
     
    Denn ich habe eingesehen, daß es nicht die Sache des Führenden ist, die anderen zu retten, sondern sie anzutreiben, sich selber zu retten.
     
    Doch der Wert des Geschenkes hängt von dem ab, den man damit bedenkt.
     
    Wer einen anderen erniedrigt, sagte mein Vater, zeigt damit, daß er niedrig ist.
     
    Zwinge sie, zusammen einen Turm zu bauen; so wirst du sie in Brüder verwandeln. Willst du jedoch, daß sie sich hassen, so wirf ihnen Korn vor.
     
    Um der Liebe willen lohnt sich der Tod.
     
    Denn die Dinge bleiben bestehen, ohne daß man etwas für sie opfern braucht. Doch man stirbt, um den unsichtbaren Knoten zu erhalten, der sie verknüpft und sie in ein Gut, ein Reich, ein erkennbares und vertrautes Gesicht verwandelt.
     
    Ich aber wußte wohl, daß der Irrtun nicht das Gegenteil der Wahrheit, daß er nur eine andere Anordnung darstellt, einen aus anderen Steinen gebauter Tempel, und daß er nicht wahrer oder falscher ist, sondern nur anders.
     
    Ich kann nicht voraussehen, aber ich kann zu etwas den Grund legen.
     
    Die Achtung, die dir ein Feind bezeigt, ist die einzige Achtung, die etwas taugt. Und die Achtung, die dir Freunde entgegenbringen, ist nur dann von Wert, wenn sie über deren Erkenntlichkiet und Dankesbekundungen und niedrige Regungen erhaben ist.

    Antoine-Marie-Roger de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren. Schon früh verlor er seinen Vater und so hing er mit umso größerer Liebe sein ganzes Leben lang an der Mutter. Er besuchte Schulen der Jesuiten und begann 1921 dann seine fliegerische Laufbahn zunächst bei der französischen Luftwaffe. 1926 übernahm er die Linie Toulose-Casablanca und schon zwei Jahr später wurde er Direktor der Luftpost von Buenos Aires. Später lebte er drei Jahre auf einem Zwischenlandungsstützpunkt im marokkanischen Aufstandsgebiet. Im Jahre 1939 stellte er einen Rekord beim Überfliegen des Atlantiks auf. Nach der Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg emigrierte er zunächst in die USA, kehrte dann aber mit der Invasions-Armee de Gaulles zurück und wurde nach einem Aufklärungsflug über dem Mittelmeer am 31. Juli 1944 als vermißt gemeldet.