Spielend für Toleranz – Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Spielend für Toleranz – Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Lan­ge habe ich über­legt, ob ich mei­nen Blick nicht ein­mal von den gan­zen Neben­säch­lich­kei­ten hier auf dem Blog abschwei­fen las­sen und ein wenig die aktu­el­le Stim­mung in Deutsch­land kom­men­tie­ren soll­te. Ich war mir dabei unsi­cher, ob das über­haupt jeman­den inter­es­siert. Außer­dem war die ursprüng­li­che Idee, hier einen klei­nen Hob­by-Blog zu betrei­ben, der alles ande­re sein soll­te, als poli­ti­sche Ide­en zu dis­ku­tie­ren.

Aller­dings sehe ich es mitt­ler­wei­le so, dass es kein unpo­li­tisch mehr gibt. Die letz­ten Wochen in Deutsch­land waren für mich der­art frus­trie­rend, dass ich kei­ne Lust mehr habe, stumm zu blei­ben. Nach ein­zel­nen Spit­zen in den letz­ten Apho­ris­men des Monats wird es Zeit, noch­mals deut­lich Stand­punkt zu bezie­hen. Da trifft es sich gut, dass die Brett­spiel-Blog­ger­sze­ne beschlos­sen hat, Far­be zu beken­nen und ein ein­deu­ti­ges State­ment abzu­ge­ben. So kann auch mich mich vol­len Her­zens dabei anschlie­ßen:

Spielend für Toleranz - Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Spie­lend für Tole­ranz – Gegen Ras­sis­mus und Frem­den­feind­lich­keit

Es kann nicht sein, dass für haus­ge­mach­te Pro­ble­me Sün­den­bö­cke gesucht wer­den. Ich habe das Gefühl, dass seit über zwei Jah­ren das Migra­ti­ons-The­ma alle ande­ren wich­ti­gen The­men über­deckt. In den Medi­en wird fast nur noch dar­über berich­tet und dabei eine Pro­ble­ma­tik auf­ge­bla­sen, die so gar nicht exis­tiert. Statt sich mit wich­ti­ge­ren The­men zu befas­sen, wird eine Mei­nungs­kam­pa­gne auf brei­ter Front unter­stützt, die ledig­lich eine Min­der­heit der Bevöl­ke­rung als pro­ble­ma­tisch ansieht.

Das Ergeb­nis ist, dass vie­le Men­schen dar­un­ter lei­den. Einer­seits natür­lich die Men­schen, die Frem­den­feind­lich­keit aus­ge­setzt sind. Aber auch die Men­schen, die eigent­lich ihre The­men behan­delt wis­sen wol­len, aber kein Gehör fin­den. Durch die Fokus­sie­rung auf die­ses The­ma pro­fi­tie­ren nur die Pro­vo­ka­teu­re, die noch nicht ein­mal Lösun­gen anbie­ten wol­len bzw. kön­nen. Wer alle Pro­ble­me auf nur ein The­ma redu­ziert, der macht es sich zu ein­fach. Und wer die­sen Pro­vo­ka­teu­ren folgt, ist zu faul, selbst zu den­ken!

Es wird Zeit dage­gen anzu­ge­hen. Tole­ranz ein­zu­for­dern und auch vor­zu­le­ben. Dabei durch­aus auch Tole­ranz für bestehen­de Ängs­ten und Sor­gen auf­brin­gen – dabei aber auch deut­lich machen, dass nicht die Schwächs­ten der Gesell­schaft dafür ver­ant­wort­lich gemacht wer­den kön­nen, son­dern das die Pro­ble­me ande­re Ursa­chen haben. Und die bestehen­den Pro­ble­me kön­nen nicht dadurch gelöst wer­den, sich in einen stump­fen Natio­na­lis­mus ein­zuigeln.

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