05–2026: Kiddo (aus Meister Makatsu)
Glücklicherweise muss ich mir bei einem Blog keine Gedanken darüber machen, wie etwas ausgesprochen wird. Ganz naiv hätte ich Meister Makatsu eher eingedeutscht gesprochen – wohl wissend, dass dies im Japanischen sicherlich einen anderen Zungenschlag benötigen würde. Ich bin nun einmal nicht perfekt. Und genau deswegen ist mir die Abbildung meiner Mitarbeiterin des Monats Kiddo so sympathisch. Denn ich fühle mit ihr. Würde ich versuchen, mich hinter einem Bambusstamm zu verstecken, würde da auch mindestens das eine Körperteil hervorlugen, das bei Kiddo angespannterweise gar nicht das Problem zu sein scheint.
Kiddo beweist, dass Größe kein Hindernis ist. Trotz weniger bester körperlicher Voraussetzungen nutzt sie List, Verschlagenheit und raffinierte Tricks, um die von Meister Makatsu gestellten Herausforderungen zu meistern. Mit Mut, Köpfchen und einer Prise Mut zur Kreativität meistert sie jede Situation. Dabei zeigt sie, dass Intelligenz oft stärker ist als starrsinniges Festhalten an vermeintlich sicheren Siegtaktiken.
MEISTER MAKATSU ist ein Stich-Ausweich-Spiel. Denn gewonnene Stiche bescheren und Minuspunkte – und die wollen wir selbstredend vermeiden. Da wir aber alle ein Kartendeck mit den gleichen Werten zur Verfügung haben, müssen wir früher oder später auch hohe Kartenwerte spielen. Und da in den ersten Runden die Minuspunkte weniger gewichtig sind als in späteren Runden, könnte man annehmen, dass alle ihre hohen Karten in der ersten Runde spielen. Es gibt aber immer noch die leise Hoffnung, dass man hohe Karten auch ohne Stichgewinne loswird – und diese Hoffnung manifestiert sich in der Abbildung von Kiddo.
Dabei sind die Illustrationen von Sonja Müller ohnehin eine Augenweide. Ein wenig hätte Meister Makatsu vielleicht etwas mehr nach Großmeister Knizia aussehen können, aber auf der anderen Seite besteht somit für ihn die Chance, sich bald wieder entsprechend maskieren zu können.










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