08–2026: Wolkengans Akka (aus Circadia)
Zugegeben, ich weiß nicht, was eine Wolkengans ist. Allerdings habe ich beim Betrachten der traumhaften Illustrationen von Maria Nechaeva darin sowieso lediglich eine klassische Wildgans gesehen und keine Geisteswesen wie den geflügelten Bären oder das verwurzelte Axolotl. Und Wildgänse haben bei mir einen ganz besonderen Platz im Herzen. Das hat übrigens nichts mit der Gans Martin und Nils Holgersson zu tun, auch wenn ich meine Kindheit in den 1980er Jahren erlebt habe. Stattdessen wecken Wildgänse immer Erinnerungen an meine Zeit in der Bündischen Jungenschaft, welche unter anderem auch folgendes Liedgut umfassen:
Grüße Schweden, weißer Vogel!
Aus dem Lied: "Über meiner Heimat Frühling" von tusk bzw. Eberhard Koebel
Setz an meiner statt die Füße
Auf den kalten Fels der Ostsee
Sag ihr meine Grüße
Allerdings weist keine CIRCADIA gar keine Überschneidungen mit Schweden oder der Ostsee auf. Vielmehr ist die Spielgeschichte geprägt von Begriffen wie Traumwegen, Verknüpfungen und Lebensräumen. Schließlich muss irgendwie klassisches Set Collection in eine Hintergrundstory eingebettet werden. Na ja! Spielmechanisch überzeugt CIRCADIA dahingegen. Es ist ein verdammt cleverer Kniff, dass der ausgespielte Zahlenwert vorgibt, wie viele Karten ich danach wieder auf die Hand ziehen kann. Somit sorgt CIRCADIA für einige überraschende Momente und Aha-Erlebnisse und reiht sich damit gut ein in die Kartenspielreihe von Elznir Games, die im letzten Jahr mit 13 LEAVES ein ähnlich überzeugendes kleines Kartenspiel hervorbrachte.










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