07–2026: Forschungsstation (aus Moon Colony Bloodbath)
Schöne Ausblicke! Fabelhafte Roboter! Modernste Labore! Womit wurden wir nicht alles auf den Mond gelockt! Und wofür? Um festzustellen, dass dort das Leben auch nicht besser ist als auf unserer alten Mutter Erde. Insbesondere ist es genauso tödlich. Selbst das Wirken meiner Mitarbeiterin des Monats ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Trotz des Aufbaus der heiß begehrten Forschungsstation läuft es immer auf das gleiche Ende heraus: Wir kämpfen nach kurzer Zeit um das Überleben! Das verwundert nicht, denn schon kluge Köpfe haben erkannt:
Wissenschaftliche Forschung läuft immer darauf hinaus, dass es plötzlich mehrere Probleme gibt, wo es früher ein einziges gegeben hat.
Norman Mailer
Problem folgt auf Problem – lediglich unterbrochen von erstaunlich wohl gelittener Arbeit. MOON COLONY BLOODBATH von Donald X. Vaccarino besitzt eine ganz eigene Tonalität. Hilflos strampeln wir mit den Beinen, um das sichere Untergehen im Treibsand zu verlangsamen. Einige Mitspielende schwören bei diesem vorhersehbaren Niedergang auf die Organbank oder die Kita. Ich bevorzuge dahingegen ganz klar die Forschungsstation. Am Anfang habe ich meist noch ausreichend Äpfel parat und ein früh ins Spiel gebrachter Vorteil kann lebensverlängernde Wirkung zeigen. Zumal uns das Monster der Bürokratie von Anfang an wertvolle Karten abwerfen lässt, sodass ein gewisser Kartenpool auf der Hand von Vorteil ist. Habe ich damals je das erlösende Ende erlebt? Nein, leider nicht.










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