06–2026: Muirne (aus Skara Brae)
Ich behaupte ja immer gerne, dass ich keine Spielesammlung zu Hause habe, sondern lediglich eine "kontrollierte Anhäufung". Allerdings muss ich mir dabei eingestehen, dass gewisse Reihen einen Hang zur Vollständigkeit aufweisen. Ein Beispiel dafür sind die Spiele aus dem Hause Garphill Games, die erstaunlich vollständig vorhanden sind. Das hat einerseits ästhetische Gründe – als Gruppe zusammenstehend sehen sie verdammt gut aus – andererseits mag ich die Handschrift von Verlagsinhaber Shem Phillips sehr. Insbesondere die "Ancient Anthology" hat es mir angetan, die durch den besonderen Look durch die Illustrationen von Sam Phillips ungemein gewinnt. Trotz eher kriegerischer Covergestaltung, gefällt mir an SKARA BRAE so gut, dass die Personen in Alltagsposen dargestellt sind. Zusätzlich finde ich es lobenswert, dass auch ältere Personen gewürdigt werden.
Muirne hat schon viel gesehen vom Leben. Ihre Kinder haben zum größten Teil überlebt und haben nun ihre eigenen Familien gegründet. Der gemeinsame Lebensmittelpunkt bleibt dabei Skara Brae. Die jüngeren Teile der Gemeinschaft jagen und erledigen die körperlich anspruchsvolleren Arbeiten. Aber auch die Älteren sind weiterhin aktiv und tragen zum Wohlergehen bei.
Dieses gemeinsame Erleben ist bei SKARA BRAE zugegebenermaßen etwas eingeschränkt. Denn das Spielgefühl ist mal wieder äußerst solistisch. Allerdings funkt somit auch niemand in die eigenen, komplexen Gedankengänge beim Aufbau eines überlebensfähigen Motors. Und zumindest bei der Auswahl der neuen Dorfbewohnerschaft gibt es eine Konkurrenz, die manchmal richtig wehtut. So hätte Muirne wunderbar das fehlende Zahnrad in meiner ausgefeilten Optimierungsmaschine dargestellt – und nun wurde sie mir vor der Nase weggeschnappt!










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