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Schweigend steht der Wald von Wolfram Fleischhauer

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Wer­de ich nach einem deut­schen Lieb­lings­au­tor gefragt, so wür­de mei­ne spon­ta­ne Wahl wohl immer Wolf­ram Fleisch­hau­er hei­ßen. Bis­her habe ich bei ihm noch kei­ne Ent­täu­schung erlebt. Alle sei­ne Bücher haben eine beson­de­re Grund­stim­mung und sind meist mit viel­schich­ti­gen Cha­rak­te­ren geseg­net. Und da reiht sich SCHWEIGEND STEHT DER WALD naht­los ein.

Unge­wohnt für Fleisch­hau­er ist aller­dings der Ort. Oft­mals spie­len sei­ne Geschich­ten in urba­nen Zen­tren (wenn auch in ver­schie­de­nen Zei­ten). Nun nimmt er uns auf eine Rei­se ins tiefs­te baye­ri­sche Hin­ter­land mit. Wobei die dor­ti­ge Bevöl­ke­rung wohl eher dar­auf bestehen wür­den, dass sie Ober­pfäl­zer sind. Erzählt wird die Geschich­te der ange­hen­den Förs­te­rin Anja Grimm, die durch Rou­ti­ne-Arbei­ten im Wald auf Spu­ren stößt, die einer­seits ihre pri­va­te Geschich­te aber auch eine Nach­kriegs-Geschich­te betref­fen. Denn ganz in der Nähe befin­det sich das ehe­ma­li­ge KZ Flos­sen­bürg.

Das Buch gefällt mir wie­der aus­nahms­los gut. So hun­dert­pro­zen­tig über­zeu­gen mich zwar man­che Moti­ve der ein­zel­nen Per­so­nen nicht, aber das stört mich nicht. Sol­che Details kann ich ver­nach­läs­si­gen, wenn die Grund­stim­mung über­zeugt – und das ist bei SCHWEIGEND STEHT DER WALD der Fall. Nur mit der Cover-Gestal­tung wer­de ich über­haupt nicht warm. Mich hät­te so ein Cover nicht ein­ge­la­den, es im Buch­han­del in die Hand zu neh­men. Unab­hän­gig davon, dass ich es als recht lieb­los emp­fin­de (nach dem Mot­to, so wür­de ich das als Laie auch in fünf Minu­ten bas­teln kön­nen), ent­spricht es keins­ter Wei­se dem Gefühl des Buches. Schade. 

Schweigend steht der Wald - Cover
Bild: DROEMER

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