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Und Marx stand still in Darwins Garten von Ilona Jerger

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Was ist mir an UND MARX STAND STILL IN DARWINS GARTEN am sym­pa­thischs­ten? Ganz ein­fach die Tat­sa­che, dass der Titel mit einem "Und" beginnt. Ich selbst benut­ze die­ses Wört­chen auch ger­ne als Stil­mit­tel am Satz­an­fang – ganz ent­ge­gen der Rat­schlä­ge aller mei­ne Deutschlehrer:innen. Und was ist mir das? Rich­tig, egal! 😉

Mei­ne Som­mer­pau­se habe ich auch dazu genutzt, wie­der ein wenig mehr zu lesen. Somit kann ich die­se Kate­go­rie wie­der etwas mit Leben fül­len. Den Anfang macht die­ser Roman von Ilo­na Jer­ger. Das titel­ge­ben­de Tref­fen zwi­schen Charles Dar­win und Karl Marx hat zwar nie statt­ge­fun­den und füllt auch nur weni­ge Sei­te die­ses Romans aus, trotz­dem ist der Titel gut gewählt. Er drückt eine gewis­se Bei­läu­fig­keit aus und trifft damit per­fekt den Ton des Buches. Die­ses beschreibt eine kur­ze Pha­se der bei­den Prot­ago­nis­ten und weist dabei kaum einen Span­nungs­bo­gen auf. Wir erfah­ren dabei viel über die Krank­hei­ten der bei­den berühm­ten Män­ner und über deren Schrul­len – und ganz neben­bei wird das gro­ße Span­nungs­feld zwi­schen Natur­wis­sen­schaf­ten und Reli­gi­on beschrie­ben, zwi­schen rei­chen Bil­dungs­bür­ger­tum und der ver­arm­ten Arbei­ter­schaft. Dabei bleibt der mora­li­sche Zei­ge­fin­ger unge­zückt und wir Lesen­den wer­den ange­hal­ten, uns selbst Gedan­ken zu machen.

Und Marx stand still in Darwins Garten - Cover
Bild: Ull­stein Verlag

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