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Mitarbeiterin des Monats: Chili Pili

02–2026: Chili Pili (aus Pili Pili)

Mitarbeiterin des Monats - Chili Pili
sieht so harm­los aus

Es soll Men­schen geben, die ger­ne scharf essen. Ich gehö­re zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht dazu. Bei unse­rem hei­mi­schen Cur­ry­wurst-Dea­ler ver­zicht ich ger­ne gänz­lich auf Schär­fe, was dort selbst­iro­nisch damit erklärt wird, dass man sich selbst schon scharf genug fühlt. In Wahr­heit bin ich dafür ein­fach nur zu schwach. Ent­spre­chend mache ich oft­mals einen wei­ten Bogen um jeg­li­che Chi­li­scho­ten. Manch­mal mischen sich die­se ver­steckt in bestell­te Gerich­te, in denen ich sie nicht erwar­tet habe – was sich dann sogleich in mei­nem Rachen bemerk­bar macht. Des­we­gen bit­te ich fol­gen­den Rezept-Hin­weis für eine Pili Pili Sau­ce mit einer gewis­sen Vor­sicht zu genie­ßen. Denn ich habe die­se nicht aus­pro­biert und gebe ledig­lich eine Emp­feh­lung aus dem Freun­des­kreis wieder:

Zuta­ten:
500 Gramm Pepe­ro­ni­pa­pri­ka, 10 Knob­lauch­ze­hen, ⅛ Liter Weiß­wein, ¼ Liter Oli­ven­öl, 2 Ess­löf­fel Toma­ten­mark und 1 Paar Gummihandschuhe

Zube­rei­tung:
Ach­tung, sehr scharf – direk­ten Kon­takt zur Haut ver­mei­den! Hand­schu­he anziehen!

Die Pepe­ro­ni in etwas Was­ser 15 min kochen, abtrop­fen las­sen und durch den Fleisch­wolf drehen. 

Öl im Topf erhit­zen, dar­in das Toma­ten­mark auflösen.

Die durch­ge­dreh­te Mas­se zuge­ben, ein­rüh­ren, auf­ko­chen und mit Weiß­wein, Salz und Pfef­fer abschmecken. 

Die Mas­se soll­te flüs­sig sein, evtl. mit Öl stre­cken. Heiß in Glä­ser abfül­len und ver­schlie­ßen, hält sich sehr lange.

Wie ich durch die Recher­che ler­nen durf­te, ist die Vogel­au­gen-Chi­li, auch als „Thai-Chi­li“ oder „Pili-Pili“ bekannt, recht klein, dafür aber extrem scharf. Sie ist fes­ter Bestand­teil der asia­ti­schen, afri­ka­ni­schen und kari­bi­schen Küche – und Namens­ge­ber für ein sehr zugäng­li­ches Stich­spiel. Denn in PILI PILI müs­sen wir kei­ne Far­ben bedie­nen oder Trümp­fe beach­ten. Den Stich gewinnt die Per­son, die den höchs­ten Kar­ten­wert gespielt hat. Doch PILI PILI ist auch ein Stich­vor­her­sa­ge-Spiel mit der Beson­der­heit, dass die Sum­me der Vor­her­sa­gen nicht der Per­so­nen­an­zahl glei­chen darf. Zusätz­lich gilt für jede Rune eine klei­ne Son­der­re­gel, die das Spiel zu einer Art Stich­spiel­samm­lung machen. Mit dem Spiel wer­den Men­schen ange­spro­chen, die ger­ne WIZARD spie­len – und das sind erstaun­lich vie­le. PILI PILI ist jeden­falls ein aktu­el­ler Ren­ner in mei­nen Run­den und ich tei­le die damit ver­bun­de­ne Begeis­te­rung. Und da die Pili-Scho­ten Minus­punkt dar­stel­len, ver­zicht auch hier­bei dan­kend auf selbige.

Pili Pili - Chilischote
weiß zu überzeugen

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