Achtsam morden von Karsten Dusse

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Was pas­siert, wenn ein recht sku­pel­lo­ser Ego­ma­ne und Anwalt zu einem Acht­sam­keits-Coach geschickt wird? Nor­ma­ler­wei­se geht man davon aus, dass er des­sen Rat­schlä­ge und Hin­wei­se ein­fach igno­riert und so wei­ter macht wie bis­her. Was aber, wenn er tat­säch­lich zu hört und sein Leben nach die­sen neu­en Ansät­zen lebt? Wenn es dumm läuft, kann das für manch einen töd­li­chen enden. Mit die­sen Grund­ge­dan­ken spiel ACHTSAM MORDEN von Kars­ten Dus­se.

Das Ergeb­nis ist dann ein net­tes schwarz­hu­mo­ri­ges Buch. Aller­dings hät­te ich mir ger­ne noch etwas mehr Biss gewünscht. So kommt in mei­nen Augen ACHTSAM MORDEN nicht über soli­de Unter­hal­tung hin­aus. Man liest das Buch und schmun­zelt auch mal, aber ins­ge­heim stellt man sich die Fra­ge, ob man aus die­ser hoch­in­ter­es­san­ten Kon­stel­la­ti­on nicht mehr hät­te her­aus holen kön­nen. Für mich ist das alles noch zu lieb, zu ober­fläch­lich, zu sehr in den zu erwar­ten­den Bah­nen ver­lau­fend. Außer­dem macht es sich Dus­se mit dem Ende etwas zu leicht. Hier hat man das Gefühl, dass er selbst nicht wuss­te, wie man die kon­stru­ier­te Geschich­te best­mög­lich zu Ende bringt – also been­det man sie ein­fach Knall auf Fall. Das ist mir zu ein­fach gelöst, hier hät­te ich mir mehr Fines­se gewünscht. Die blitzt lei­der nur kurz­zei­tig bei sei­ner Neben­hand­lung von der Kin­der­gar­ten­platz-Not auf.

achtsam morden - Cover
Foto: Hey­ne Ver­lag

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