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Holocaust Mahnmal

Ger­ne wird man nach so einem Städ­te­trip gefragt, was einem am bes­ten gefal­len bzw. am meis­ten beein­druckt hat. Für mei­nen kur­zen Ber­lin-Trip lässt sich das recht leicht beant­wor­ten: das Holo­caust-Mahn­mal bzw. um es genau­er zu sagen: das Denk­mal für die ermor­de­ten Juden Euro­pas.

Auch wenn es viel­leicht ger­ne als gro­ße Flä­che zum Ver­steck­spie­len bzw. als Klet­ter­park "miss­braucht" wird, so fin­de ich es trotz­dem sehr ein­drucks­voll und durch­aus auch bedrü­ckend. Ein Besuch ist unbe­dingt zu empfehlen!

Holocaust-Mahnmal

2 Kommentare

  • Hal­lo Tobi­as, fin­de ich gut, dass Du das Mahn­mal hier im Blog erwähnst. 

    Von dem Miss­brauch als Klet­ter­park wuss­te ich noch nichts, find das irgend­wie beschä­mend und igno­rant, weil man dann ja (sym­bo­lisch gese­hen) auf dem schreck­li­chen Leid der Men­schen her­um­tram­pelt, anstatt dar­über nach­zu­den­ken. Zumin­dest liegt die­ser Gedan­ke nah, wenn man von unse­rer oft so igno­ran­ten Ego-Gesell­schaft ausgeht.
    Aber viel­leicht sehe ich das zu eng, es kommt ja eh dar­auf an, wie der Ein­zel­ne inner­lich damit umgeht, und das "dort Zeit ver­brin­gen" kann ja auch eine Ver­bun­den­heit mit den Opfern darstellen.
    Oder man kann sagen: Das Leben siegt über das Leid.
    Hmm..egal, waren nur grad mei­ne Gedanken. 

    Wich­tig aber, dass man im Jetzt nicht schon wie­der zu einem Volk wird, das ver­blen­det ist und den mani­pu­lie­ren­den Popu­lis­ten nach­rennt, son­dern fähig zur Barm­her­zig­keit bleibt (das gilt übri­gens für alle Berei­che unse­rer Gesell­schaft) und die Din­ge dif­fe­ren­ziert betrachtet.

    LG, Dani­el

    • Hal­lo Daniel!

      Das mit dem Klet­ter­park fin­de ich nicht ganz so schlimm – jeder Mensch geht eben anders damit um. Und wie du selbst gesagt hast, kann man es sym­bo­lisch auch als Sieg des Lebens über das unsäg­li­che Lei­den sehen. 

      Mir ist es lie­ber, es kom­men vie­le Men­schen zu die­sem Mahn­mal und beschäf­ti­gen sich damit (und sei es auch nur kurz). Wenn die dann ihre Kin­der mit­neh­men, die dann wie­der­um als Lan­ge­wei­le dort ein wenig klet­tern, dann ist das auch gut. Denn man soll­te nicht die Neu­gier der Kin­der unter­schät­zen, was sol­che The­men angeht. Außer­dem ist das Gelän­de zum Glück auch groß genug, um ruhi­ge Orte zu fin­den. Wenn ich an die Dis­kus­si­on von damals den­ke, dann kann ich jeden­falls nur sagen, dass hier vie­les rich­tig gemacht wurde.

      Vie­le Grüße,
      Tobias