Antoine de Saint-Exupéry – Die Stadt in der Wüste

Puh, mein Zitate-Bereich ist ganz schön verwaist. Bis auf meine Aphorismen habe ich in dieser Kategorie schon länger nichts mehr veröffentlicht – wobei sich doch gerade die Zerschlagung der Jamaika-Sondierungen wieder für eine Verknüpfung mit einem Shakespeare-Drama angeboten hätte. So gesehen könnte man den Titel DIE STADT IN DER WÜSTE metaphorisch in Bezug auf die aktuelle Situation in Berlin bringen.
Aber eigentlich ist das nicht mein Hintersinn. Vielmehr möchte ich den Gedanken von Saint-Exupéry Raum geben. Die nun aufgeführten Zitate sind dabei aber wieder nur als Appetithäppchen anzusehen. Wie immer der Hinweis: Saint-Exupéry sollte man im Kontext lesen. Also unterstützt den Karl Rauch Verlag und lest eifrig Saint-Exupéry-Werke.
So ist das Wesentliche einer Kerze nicht das Wachs, das seine Spuren hinterläßt, sondern das Licht.
Nur die Weisheit zählt, die das Buch vermittelt, und diese gehört nicht zu deren Wesen.
Denn ich habe eingesehen, daß es nicht die Sache des Führenden ist, die anderen zu retten, sondern sie anzutreiben, sich selber zu retten.
Doch der Wert des Geschenkes hängt von dem ab, den man damit bedenkt.
Wer einen anderen erniedrigt, sagte mein Vater, zeigt damit, daß er niedrig ist.
Zwinge sie, zusammen einen Turm zu bauen; so wirst du sie in Brüder verwandeln. Willst du jedoch, daß sie sich hassen, so wirf ihnen Korn vor.
Um der Liebe willen lohnt sich der Tod.
Denn die Dinge bleiben bestehen, ohne daß man etwas für sie opfern braucht. Doch man stirbt, um den unsichtbaren Knoten zu erhalten, der sie verknüpft und sie in ein Gut, ein Reich, ein erkennbares und vertrautes Gesicht verwandelt.
Ich aber wußte wohl, daß der Irrtum nicht das Gegenteil der Wahrheit, daß er nur eine andere Anordnung darstellt, einen aus anderen Steinen gebauter Tempel, und daß er nicht wahrer oder falscher ist, sondern nur anders.
Ich kann nicht voraussehen, aber ich kann zu etwas den Grund legen.
Die Achtung, die dir ein Feind bezeigt, ist die einzige Achtung, die etwas taugt. Und die Achtung, die dir Freunde entgegenbringen, ist nur dann von Wert, wenn sie über deren Erkenntlichkeit und Dankesbekundungen und niedrige Regungen erhaben ist.







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