Ende der Todesanzeige: Er ist nicht tot. Er hat seine Lebensweise geändert.
Mit Stanislaw Lec, bin ich erst durch das Lesen eines anderen hoch interessanten Buches in Berührung gekommen. Marcel Reich-Ranicki beschreibt in seiner Autobiographie "Mein Leben" seine Begegnungen mit Lec – und hatte dabei die Güte, zwei-drei seiner Aphorismen mit in sein Buch aufzunehmen. Diese fand ich alle so treffend, dass ich mir kurz darauf das Gesamtwerk von Lec kaufte – ich habe es nicht bereut!
Wer in der Schublade keinen Platz hat, der sorge für einen Sarg.
Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mußten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten.
Aus einer Reihe von Nullen macht man leicht eine Kette.
Das schwächste Glied einer Kette ist ihr stärkstes. An ihm reißt die Kette.
Die Uhr schlägt. Alle.
Düstere Fenster sind oft ein klarer Beweis.
Wie übt man das Gedächtnis, um vergessen zu lernen?
Das Paragraphenzeichen allein sieht aus wie ein Folterwerkzeug.
So mancher Bumerang kommt nicht zurück. Er wählt die Freiheit.
Erzählt nicht von euren Träumen. Vielleicht kommen die Freudianer an die Macht!
Ohne die Kenntnis der fremden Sprache wirst du niemals das Schweigen des Ausländers verstehen können.








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