Antoine de Saint-Exupéry – Flug nach Arras

Nach den "Texthäppchen" aus Saint-Exupérys Werk Wind, Sand und Sterne (im Original: Terre des Hommes) nun also weitere kurze Auszüge aus Flug nach Arras. Über den Inhalt des Buches, persönliche Hintergründe von Saint-Exupéry und die Entstehung des Buches gibt wiederum die Webseite derkleineprinz-online.de ausführlich Auskunft.
Und auch hier wieder der Tipp, diese Zitate lediglich als Appetithäppchen zu sehen. Saint-Exupéry sollte man immer im Kontext lesen. Also unterstützt den Karl Rauch Verlag und lest eifrig Saint-Exupéry.
Wenn eine Frau mir schön vorkommt, kann ich nicht über sie sprechen. Ich sehe sie ganz einfach lächeln. Die Intellektuellen zerlegen das Gesicht, um es aus seinen Teilen zu erklären, aber das Lächeln sehen sie nicht mehr.
Leben heißt langsam geboren werden. Es wäre auch zu bequem, wenn man sich fix und fertige Seelen besorgen könnte!
Aber der Krieg ist kein richtiges Abenteuer, er ist nur Abenteuer-Ersatz.
Damit eine Handlung mit innerer Überzeugung geschieht, muß ihr Sinn offenbar werden.
Es gibt Siege, die erheben, und andere, die erniedrigen. Niederöagen, die töten, und andere, die erwecken. Das Leben drückt sich nicht im Zustand, sondern im Verhalten aus.
Die Steine vom Bau sind nur scheinbar ein wirrer Haufen, wenn verloren auf der Baustelle ein Mensch, nur ein einziger Mensch ist, der in Domen denkt.
Wenn ich es auf mich nehme, mich durch meine Familie erniedrigen zu lassen, kann ich auf meine Familie einwirken. Sie ist ein Teil von mir, wie ich ein Teil von ihr bin. Wenn ich aber die Erniedrigung ablehne, wird meine Familie zerfallen, wie es gerade kommt, und ich werde stolz, aber leer wie ein Toter, einsam meine Wege gehen.
Eine Kultur wie eine Religion klagt sich selbst an, wenn sie sich über die Schlaffheit ihrer Getreuen beklagt.
Du musst geben, bevor du nimmst – und bauen, bevor du wohnst.
Darin liegt das Geheimnis. Du mußt mit dem Opfer beginnen, um die Liebe zu gründen.







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