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Der Paria von Anthony Ryan

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Nach CORVUS hat­te ich Lust, einen "ech­ten" Fan­ta­sy-Roman zu lesen. Und ein sol­cher ist bekannt­lich nur echt, wenn die­ser Teil einer Tri­lo­gie ist. Also habe ich mich mal ein wenig umge­schaut und beim Namen Antho­ny Ryan ist mir die RABEN SCHAT­TEN-Tri­lo­gie ein­ge­fal­len. Die hat­te mir damals durch­aus zuge­sagt. Der Klap­pen­text von DER PARIA klang auch akzep­ta­bel und das aus­tausch­ba­re Cover hat so wenig mit der Hand­lung zu tun, wie ich es im Vor­feld erwar­tet habe. Eben ein typi­scher Fantasy-Roman.

Aller­dings muss­te ich dann schnell erken­nen, dass erstaun­lich wenig Magie in die­ser Welt vor­han­den ist. Zumin­dest im ers­ten Teil, denn viel­leicht ändert sich das auch noch und die scha­ma­ni­schen Ritua­le sind mehr als das. So könn­te die bis­he­ri­ge Erzäh­lung auch als Mit­tel­al­ter-Roman gele­sen wer­den. Okay, man müss­te noch rea­lis­ti­sche Orts­na­men ver­ge­ben. Aber die Hand­lung könn­te genau­so gut im Sher­wood Forest statt­fin­den, auch wenn dann der Name des Anfüh­rers der Die­bes­ban­de bekann­ter wäre. Und auch das zen­tra­le Hand­lungs­ele­ment der Tri­lo­gie nimmt Anlei­hen an die rea­le Geschich­te. Denn Eva­di­ne Cour­lain hat schon etwas von Jean­ne d’Arc.

Auf alle Fäl­le moti­viert mich der ers­te Teil zum Wei­ter­le­sen. Zusätz­lich habe ich auch wie­der etwas gelernt. Denn mit dem Begriff Paria konn­te ich vor­her nichts anfangen.

Jeder Mensch lügt, aber die schlimms­ten Lügen sind die, die wir uns selbst erzählen

Antho­ny Ryan – Der Paria, S. 239 (E‑Book)
Der Paria - Cover
Bild: Klett-Cot­ta Verlag

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