Die Einsamen von Håkan Nesser

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Wie neu­lich vor­ge­warnt, gibt es heu­te schon das nächs­te Buch hier im Ange­bot. Die­ses Mal ist es ein klas­si­scher Kri­mi – den ohne die­sen geht man bekannt­lich nie ins Bett. Wobei man schon hin­ter­fra­gen kann, ob DIE EINSAMEN von Håkan Nes­ser wirk­lich ein klas­si­scher Kri­mi ist. Okay, den Täter und auch das Motiv erfährt man recht spät, aber der Weg dort­hin hat eher etwas roman­haf­tes als eine span­nen­de Kri­mi-Dra­ma­tur­gie.

Aber so ken­ne ich Håkan Nes­ser und so lie­be ich ihn auch. Der btb Ver­lag ver­kauft Nes­ser ger­ne als den "Phi­lo­so­phen" unter den Kri­mi­au­toren – und liegt damit nicht unbe­dingt falsch. Denn oft­mals wird recht viel über das Leben geschrie­ben und wenig über klas­si­sche Ver­hör­si­tua­tio­nen. So spielt auch ein gro­ßer Teil von DIE EINSAMEN in der Ver­gan­gen­heit der Prot­ago­nis­ten. Ein Kniff, den Nes­ser ger­ne benutzt, um die ver­schie­de­nen Hand­lungs­trä­ger greif­ba­rer zu machen. Er beschreibt nun ein­mal ger­ne Lebens­läu­fe – und dabei ger­ne auch wel­che, die die Fol­gen einer ein­schnei­den­den Tat im Lau­fe der Zeit ver­ar­bei­ten müs­sen.

Nach der alten Van Vete­re­en-Rei­he wird nun mit Gun­nar Bar­ba­rot­ti ein eben­so unter­halt­sa­mer Rah­men geschaf­fen. DIE EINSAMEN sind schon der vier­te Teil der Rei­he, die eine sehr eige­ne Ton­la­ge hat. Die­se ist recht ruhig und wenig "mit­rei­ßend" – aber genau das habe ich gera­de gebraucht.

Die Einsamen - Cover
Foto: btb Ver­lag

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