Macao von Stefan Feld – erschienen bei alea

Zu MACAO habe ich eine etwas zwiegespaltene Meinung. Es war mal auf einer Podiumsdiskussion mit Stefan Feld und Uwe Rosenberg, als letzterer das Ertragsrad von MACAO überschwänglich lobte – um dann aber anzumerken, dass er es als noch nicht ausgereizt ansah (und möglicherweise wurde er durch dieses Ertragsrad an selbiges aus DIE GLASSTRASSE inspiriert).
Mir geht es da ähnlich. Den Würfelauswahlmechanismus (welch ein Wort) finde ich klasse. Aber mit dem Rest bin ich nie so recht warm geworden. Da ist einerseits die etwas unpassende Dynamik, dass sich die Züge am Ende doch ewig lang hinzogen, da man immer mehr machen kann. Zusätzlich verlor man schnell die Übersicht über die eigenen Personen (Lady Red mit Bart!) – und von den Mitspielern sowieso. Zu guter Letzt stieß mir immer der thematische Bruch mit den teleportierten Waren auf den einzelnen Handelsschiffen übel auf. Trotzdem muss ich zugegeben, dass MACAO durchaus seinen Reiz hat. Für eine Top-Platzierung in meiner Liste der Lieblingsspiele von Stefan Feld hat es zwar nicht gereicht – aber das liegt wohl auch an der starken Konkurrenz.
Möglicherweise revidieren sich auch einige Kritikpunkte durch die asynchrone Spielweise bei Yucata. Das lässt sich nun glücklicherweise testen, da seit dem Wochenende nach bestimmt langer Programmierung das Spiel dort auch zu spielen ist.
Umgesetzt wurde diese Brettspiel-Digitalisierung von Jim Thompson (StCharles)
Henrik Larsson (MNeMiC). Die Gemeinschaft aller Spieler dankt!









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