zuletzt gelesen: Kühn hat Ärger von Jan Weiler
Vielleicht hätte mich das Cover von KÜHN HAT ÄRGER vorwarnen können. Denn auch dieses versucht bemüht ein Bild zu zeigen, welches man auch einfach erfassen könnte. So ähnlich habe ich mich als Leser bei diesem Krimi gefühlt.
Möglicherweise war es ungünstig, mit Teil 2 der Kühn-Reihe zu beginnen. Durch den ausufernden Schreibstil von Jan Weiler hatte ich aber nicht das Gefühl, dass mir irgendeine wichtige Information vorenthalten wurde. Ganz im Gegenteil, mir war mehr so, dass ich ganz viele Informationen erhalten habe – nur wichtig waren diese leider nicht.
Nicht falsch verstehen, ein Krimi darf auch gerne mehr Richtung Roman gehen, bei dem beispielsweise die sozialen Ränder beleuchtet werden. Und als begeisterter Leser von Stephenson oder auch Moers habe ich nichts gegen geistreiche Abschweifungen. Aber bei den genannten Autoren habe ich immer das Gefühl, dass diese Abschweifungen dazu dienen, Personen besser zu charakterisieren oder Handlungsstränge auszuleuchten. Bei KÜHN HAT ÄRGER hatte ich nur das Gefühl, dass uns Autor Jan Weiler zeigen will, was für ein toller Hecht er ist. Ja, er kann formulieren, aber doch bitte nicht zum Selbstzweck!
Dieses literarische Gepose hat mich genervt. Da ich aber nur ganz selten ein Buch freiwillig zur Seite lege, habe ich mich durchgebissen. Leider wurde ich dann mit einer äußerst banalen Aufklärung des Krimi-Falles belohnt. Aber auch mit einer dankbaren Erkenntnis: diese Reihe muss ich nicht weiter im Auge behalten!









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