zuletzt gelesen: Die magischen Buchhändler von London von Garth Nix
Als ich das Cover von DIE MAGISCHEN BUCHHÄNDLER VON LONDON gesehen habe, musste ich sofort an DAS LABYRINTH VON LONDON denken. Nicht nur der Name und der Grafikstil sind ähnlich, beide sind auch in die gleiche Fantasy-Schublade einzuordnen. Kurz habe ich deswegen mit dem Kauf gezögert, auch weil DAS LABYRINTH VON LONDON für mich schon eine etwas zu nahe Ähnlichkeit zu der Peter-Grant-Reihe von Ben Aaronovitch aufwies. Nach Lesen der Inhaltsangabe hatte ich aber die Hoffnung, dass es eigenständig genug sei – und wurde diesbezüglich nicht enttäuscht.
Die Kurzbeschreibung beschreibt allerdings meiner Meinung nach ein anderes Buch. Denn die eigentliche Hauptfigur ist nicht etwa der dort vorgestellte Merlin, sondern Susan, die kurz nach ihrem 18. Geburtstag in das London der 1980er Jahre kommt und dort überraschende Erlebnisse hat. Wie sie feststellen muss, gibt es nämlich allerlei mythische Wesen, die auch Unheil anrichten können. Um dieses etwas einzudämmen bestehen auch die magischen Buchhändler, mit denen Susan ebenso rasch in Kontakt kommt.
Die ganze Geschichte kommt aber ernster und erwachsener daher, als man das durch die Assoziation mit der Peter-Grant-Reihe erwarten würde. Denn Humor ist für Autor Garth Nix nicht die erste Prämisse, viel mehr steht die Persönlichkeits-Entwicklung von Susan im Vordergrund – aber auch die eigentliche Handlung, auf die man sich dann beim Lesen konzentrieren kann und die einen ausreichend fesselt. Trotzdem bietet DIE MAGISCHEN BUCHHÄNDLER VON LONDON natürlich auch viele überraschende Einfälle und es machte mir Spaß, mich in dieser fiktiven realen Welt umzusehen. Da darf gerne noch die ein oder andere Fortsetzung folgen.









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