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Der Mann, der nicht mitspielt von Christof Weigold

zuletzt gelesen: Der Mann, der nicht mitspielt (Hollywood 1921: Hardy Engels erster Fall) von Christof Weigold

Bevor ich den fina­len Band der Panem-Tri­lo­gie lese, habe ich mich noch schnell in die 20er-Jah­re des letz­ten Jahr­hun­dert bege­ben. Nein, damit mei­ne ich nicht, dass ich nun stun­den­lang vor dem Fern­se­her sit­ze und Baby­lon Ber­lin sehe. Bei die­ser Serie habe ich näm­lich das Pro­blem, dass ich das ent­spre­chen­de Buch schon gele­sen habe und ich mich mit den Ände­run­gen fürs Fern­se­hen nicht anfreun­den kann. Außer­dem spielt die Hand­lung von DER MANN, DER NICHT MITSPIELT nicht in Ber­lin, son­dern in Hollywood.

Trotz­dem sind bei­de Bücher ver­gleich­bar. Bei­de zei­gen recht anschau­lich ein Bild der dama­li­gen Zeit – und die­ses Bild ist alles ande­re als gol­den. Viel­leicht nimmt sich Chris­tof Weigold sogar zu viel vor und schweift ein wenig zu oft ab. Für mich ist das nicht unbe­dingt ein Pro­blem, aber man hät­te das Buch durch­aus noch um ein paar Sei­ten kür­zen kön­nen. Trotz­dem gefällt mir die­ses Debut etwas bes­ser als der Debut­ro­man von Vol­ker Kut­scher. Mei­ner Mei­nung nach cha­rak­te­ri­siert DER MANN, DER NICHT MITSPIELT bes­ser die ein­zel­nen Per­so­nen – ins­be­son­de­re die Haupt­fi­gur Har­dy Engel ist plas­ti­scher und rea­li­täts­nä­her (also im Ver­gleich). Hin­zu kommt noch, dass ich erst kürz­lich einen Zeit­sprung über Carl Laemm­le gehört habe, so dass sich für mich ein sehr run­des Gesamt­pa­ket erge­ben hat.

Ich habe mir jeden­falls vor­ge­nom­men, auch Har­dy Engels zwei­ten Fall zu lesen. Bis die­ser erscheint, kann ich mich noch wei­ter mit Gere­on Rath beschäf­tig­ten – aller­dings nicht vor der Glotze.

Der Mann, der nicht mitspielt - Cover
Foto: Kiepenheuer&Witsch

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