Am Tisch zusammen mit...

BG2GETHER November

Ich habe mir bekannt­lich vor­ge­nom­men, regel­mä­ßig bei der #BG2­GE­THER-Akti­on mit­zu­ma­chen. Das fällt mir in die­sem Monat auch gar nicht schwer, weil mir die Fra­ge recht gut gefal­len hat. Eigent­lich müss­ten die Initia­to­ren der Akti­on (Brett & Pad und Spiel­stil) die Ant­wort auf die Fra­ge des Monats sein, da ich es noch nicht geschafft habe, mit bei­den zum Spie­len an einem Tisch zu sit­zen. Aber die­se Ant­wort wäre ja lang­wei­lig, oder? Doch Moment, lasst mich mal lie­ber ganz for­mal mit der Fra­ge des Monats anfangen:

"Mit welcher/n berühmten Persönlichkeit/en (egal ob tot oder lebendig) würdet ihr gerne mal spielen und was käme auf den Tisch?"

Diplomacy - Cover von 1999
Foto: Wer­ner Bär – DIPLOMACY Cover von 1999 – Ava­lon Hill (Has­bro)

Über die­se Fra­ge muss­te ich nicht lan­ge nach­den­ken. Denn ich bin gro­ßer Fan von DIPLOMACY. Für mich bie­tet die­ses außer­ge­wöhn­li­che Spiel die per­fek­te Mischung, um stra­te­gi­sche, tak­ti­sche und kom­mu­ni­ka­ti­ve Fähig­kei­ten bewei­sen zu müs­sen. Es hilft näm­lich wenig, wenn man sich nur auf eine die­ser Fähig­kei­ten beschränkt. Ich kann per­fekt pla­nen, aber das bringt mir nichts, wenn ich die Mit­spie­len­den nicht von die­sen Pla­nun­gen über­zeu­gen kann. Genau­so auf­ge­schmis­sen bin ich, wenn ich mich nur auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on kon­zen­trie­re und dabei kei­ne über­grei­fen­de Stra­te­gie ver­fol­ge. Und zusätz­lich muss ich immer die aktu­el­le Situa­ti­on auf der Kar­te ana­ly­sie­ren und tak­tisch mei­ne mög­li­chen Optio­nen beden­ken. Zusätz­lich fin­de ich das gesam­te Spiel­kon­zept geni­al, weil man zumin­dest am Anfang immer auf gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung ange­wie­sen ist. Alle Ein­hei­ten sind gleich­wer­tig und neu­tra­li­sie­ren sich. Nur durch die Hil­fe ande­rer Ein­hei­ten (ande­rer Natio­nen), schafft man ein Über­ge­wicht. Zusätz­lich wird auf Zufalls­ele­men­te wie Kar­ten oder Wür­fel kom­plett ver­zich­tet. Alle Kon­flik­te wer­den logisch nach­voll­zieh­bar aus­ge­wer­tet und es gewinnt dabei, wer den bes­se­ren Plan und treue­re Ver­bün­de­te hat.

Natür­lich hat das Spiel auch sei­ne Schwä­chen – ins­be­son­de­re dann, wenn man es mit Freun­den zusam­men an einem Tisch erle­ben will. Damit spie­le ich gar nicht auf das inof­fi­zi­el­le Mot­to an (Diplo­ma­cy: "Des­troy­ing Friendships Sin­ce 1959"), son­dern schlicht mit der Tat­sa­che, dass erst ein­mal inten­siv Regeln gelernt wer­den müs­sen und dann auch genü­gend Räu­me für gehei­me Ver­hand­lun­gen zur Ver­fü­gung ste­hen soll­ten. Wir haben das meist mit meh­re­ren Bret­tern, Lap­tops und Bea­mern gelöst, da es immer hilf­reich ist, wenn man die aktu­el­le Situa­ti­on beim Ver­han­deln vor Augen hat. Das sind dann High­light-Ver­an­stal­tun­gen, die ich lei­der viel zu sel­ten erle­ben durf­te. Des­we­gen habe ich die meis­ten mei­ner DIPLO­MA­CY-Par­tien auch als E‑Mail-Spie­le bestrit­ten, was ich abso­lut emp­feh­len kann – auch weil damit der Geist des Spiels per­fekt getrof­fen wird. Wel­che Mails wer­den wei­ter gelei­tet? Wel­che wer­den viel­leicht sogar gefälscht? Kommt mei­ne neu­es­te Plan­än­de­rung noch recht­zei­tig an oder wird sie nicht mehr gele­sen? Vor allem die zeit­li­che Unge­wiss­heit war für mich immer ein Ver­gnü­gen. Vom Herz­klop­fen beim Kli­cken auf die Aus­wer­te­sei­te ganz zu schwei­gen, wenn vom Spiel­lei­ter die Nach­richt kam, dass nun die Züge online geschal­tet wurden.

Somit wür­de ich mir wün­schen, ein­mal mit den rea­len Herr­schern bzw. Ver­hand­lungs­füh­rern eine Par­tie DIPLOMACY zu spie­len. Auf König Edward VII. könn­te ich aller­dings ver­zich­ten, da ich dann selbst Groß­bri­tan­ni­en spie­len wür­de, was ich immer ganz ger­ne gemacht habe. Aller­dings müss­te ich dann dafür sor­gen, dass Wil­helm II. nicht zu sehr mit Émi­le Lou­bet zusam­men arbei­tet. Außer­dem wäre es bestimmt hilf­reich, wenn ich ein wenig rus­sisch spre­chen wür­de, um mit Zar Niko­laus II. eine ver­trau­ens­vol­le Basis auf­bau­en zu kön­nen. Natür­lich darf man die ande­ren Herr­scher nicht außer Acht las­sen, denn es ist immer prak­tisch, wenn ande­re Natio­nen an zwei unter­schied­li­chen Fron­ten gebun­den sind – und da kann man ja viel­leicht mit geziel­ten Infor­ma­ti­ons­häpp­chen nachhelfen...


Und wie haben die ande­ren Teil­neh­men­den die­se Fra­ge beant­wor­tet? Dazu kann ich nach­fol­gen­de Links ver­kün­den. Wer am liebs­ten liest, kann fol­gen­de Blog-Bei­trä­ge lesen:

Wer sich dahin­ge­gen lie­ber per Video unter­hal­ten lässt, schaut doch mal hier vorbei:

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