Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand

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Für vie­le über­ra­schend trin­ke ich kei­nen Kaf­fee. Ich habe ihn in Jugend­jah­ren pro­biert und er hat mir nicht geschmeckt. Dann hat­te ich kei­ne Lust, ihn mit Milch und Zucker so zu ver­dün­nen, dass er mir dann doch irgend­wie mun­de­te. So habe ich es ein­fach sein gelas­sen. Aus die­sem Grund war mein Inter­es­se am Buch DER KAFFEEDIEB rein lite­ra­risch. Denn die Grund­idee hat mir gefal­len: ein Team von Spe­zia­lis­ten soll die gut behü­te­ten Kaf­fee­pflan­zen nach Euro­pa steh­len. So eine Art his­to­ri­scher Heist im Sti­le eines "Ocean's Ele­ven".

Dabei kom­men pas­sio­nier­te Kaf­fee­trin­ker durch­aus auf ihre Kos­ten. Denn ähn­lich wie bei sei­nen lite­ra­ri­schen Kri­mis steht die Beschrei­bung des Genus­ses bei Tom Hill­len­brand an vor­ders­ter Stel­le. Eben­falls wer­den his­to­ri­sche Mode­lieb­ha­ber gut bedient, da doch sehr oft über die getra­ge­nen Klei­dungs­stü­cke refe­riert wird. Aber auch gewöhn­li­cher Leser von his­to­ri­schen Roma­nen wer­den unter­hal­ten. Man hat dabei durch­ge­hen das Gefühl, dass gut recher­chiert wur­de. Sehr gut gefal­len hat mir, dass die Dieb­stahl-Coups nur ange­deu­tet wer­den. Hier wird schon mit den Erwar­tun­gen der Leser gespielt – und man hat dabei nicht das Gefühl, dass einem etwas vor­ent­hal­ten wird.

Von der Art und Wei­se erin­nert das Buch an die Barock-Tri­lo­gie von Neal Ste­phen­son. Ganz erreicht DER KAFFEEDIEB des­sen Niveau nicht, aber von wem kann man das schon behaup­ten.

Der Kaffeedieb - Cover
Foto: Kie­pen­heu­er & Witsch

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