Die Bücherdiebin von Markus Zusak

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Eigent­lich könn­te ich es mir ein­fach machen. Statt vie­le Wor­te zu DIE BÜCHERDIEBIN zu ver­lie­ren, konn­te ich auch ledig­lich sagen: bit­te lesen! Aller­dings wäre es ja sinn­los, einen Blog­bei­trag zu dem Buch zu schrei­ben, wenn ich nicht zumin­dest ansatz­wei­se dar­le­gen wür­de, wie ich zu die­ser Auf­for­de­rung kom­me.

Lei­der kann ich nicht mehr erzäh­len, wie ich über­haupt auf das Buch auf­merk­sam wur­de. Wahr­schein­lich bin ich über das genia­le Cover gestol­pert und habe es als Spon­tan­kauf mit­ge­nom­men. Aller­dings hat es dann ziem­lich lan­ge Zeit auf dem Sta­pel der unge­le­se­nen Bücher gele­gen – da ich mich nicht in der Stim­mung dazu wähn­te. Denn wer liest schon ger­ne Geschich­ten, die in der Zeit des 2. Welt­krie­ges spie­len und dabei u.a. die Juden­ver­fol­gung the­ma­ti­sie­ren. Da stellt man sich schwe­ren Stoff vor, der einen ganz tief run­ter zieht.

Genau das pas­siert aber bei DIE BÜCHERDIEBIN nicht. Erstaun­li­cher­wei­se zeich­net das Buch eine Leich­tig­keit aus, die ich bei die­sem The­ma so nicht erwar­tet habe. Dabei ist DIE BÜCHERDIEBIN auch nicht span­nend oder auf­re­gend, denn der Autor lässt sei­nen Erzäh­ler recht früh das Ende vor­weg­neh­men. Das beson­de­re an die­sem Erzäh­ler ist: es ist der Tod höchst­per­sön­lich (der aller­dings nicht in Groß­buch­sta­ben redet). Die­se hat natür­lich einen sehr eige­nen Blick auf die Spe­zi­es Mensch. Aller­dings hat er durch­aus Sym­pa­thi­en für die Men­schen übri­ge – ins­be­son­de­re für die namens­ge­ben­de Prot­ago­nis­tin. Ein anfangs neun­jäh­ri­ges Mäd­chen, die zu Pfle­ge­el­tern in eine Klein­stadt nahe von Mün­chen ("Mol­ching", was doch sehr an das mir bekann­te Olching erin­nert) kommt. Dort erlebt sie eine wohl typi­sche Kind­heit zur Nazi­zeit – und somit auch Juden­de­por­ta­tio­nen ins nahe Dach­au. Oder aber auch tot brin­gen­de Bom­ben­näch­te.

Die gan­ze Geschich­te ist einer­seits trau­rig, aber durch die Beson­der­hei­ten der Prot­ago­nis­ten auch lus­tig und anrüh­rend geschrie­ben. Auf alle Fäl­le ist DIE BÜCHERDIEBIN eine dicke Emp­feh­lung von mir.

Die Bücherdiebin - Cover

Foto: blan­va­let

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