zuletzt gelesen: Die verborgene Stadt Percepliquis (Riyria 6) von Michael J. Sullivan
Nun ist es also leider geschehen: ich habe die tolle Fantasy-Saga von Michael J. Sullivan zu Ende gelesen. Mit DIE VERBORGENE STADT PERCEPLIQUIS schließt diese Reihe mit Band 6 ab – und ich bin nun elend traurig.
Denn der Abschied fällt schwer! Im Laufe der Zeit hat man die einzelnen Charaktere lieb gewonnen und will gerne noch viel mehr von ihnen wissen. Aber auch unabhängig von der Sympathie zu einzelnen Figuren, hat mich auch die Dynamik der Reihe überzeugt.
Oft hat man das Gefühl, dass dem Autor am Ende einer langen Reihe die Ideen ausgegangen sind oder aber schlicht die Motivation fehlte. Oder noch schlimmer, das gar keine Fortsetzungen geplant waren. Diese dann aber aufgrund des vorherigen Erfolges kurzfristig zu Papier gebracht werden mussten – die erfolgreiche Kuh soll schließlich noch gemolken werden. Das Ergebnis ist dann aber, dass der Verlauf und insbesondere das Ende meist nur halbherzig durchdacht wurde.
Gänzlich anders stellt es sich mit dieser Riyria-Saga dar. Je weiter die Geschichte voran schritt, desto mehr hatte man das Gefühl, dass der Autor einem Gesamtplan folgt. Da werden dann Nebenstränge aus dem ersten Band auf einmal wichtig. Im letzten Teil schafft es Sullivan dann perfekt, alle losen Enden zu verknüpfen und auf alle wichtigen Charaktere einzugehen. Mehr noch, wie die ganz Großen seiner Zunft schafft er es, mit seinem letzten Satz noch für eine Überraschung zu sorgen. Ganz große Erzählkunst!
Dabei hat die Geschichte all das zu bieten, was ich mir von guter Fantasy verspreche: spannende Abenteuer mit fantastischen Einfällen, überraschende Wendungen und lebensnahe Charaktere. Ich kann nur hoffen, dass Sullivan dieses hohe Niveau auch in Zukunft halten kann.









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