zuletzt gelesen: "Das Buch in dem die Welt verschwand" von Wolfram Fleischhauer
Ich gebe es zu, ich war mir etwas unsicher. Gehört nun in den Titel DAS BUCH IN DEM DIE WELT VERSCHWAND ein Komma oder nicht. Auch der Verlag war sich da nicht sicher. Auf dem Cover-Bild fehlt es, der Buchrücken führt es aber auf. Man könnte nun also trefflich darüber streiten, ob der Titel nun ein Komma-Fehler hat oder nicht. Aber ich bin der Meinung, man sollte sich nicht mit solchen Kleinigkeiten aufhalten und lieber über den Inhalt reden.
Auf seiner Website beschreibt Wolfram Fleischhauer sehr anschaulich, wie dieses Buch entstanden sind. Was die Initialzündung uns sein Anliegen war. Ausgangspunkt war der Terroranschlag am 11.09.2001 in New York. Leider sind nun schon fast 17 Jahre seit diesem Ereignis vergangen – und die Intention des Romans ist meiner Meinung nach sogar aktueller denn je.
Denn in DAS BUCH IN DEM DIE WELT VERSCHWAND wird der Zwiespalt zwischen Religion und Vernunft thematisiert. Allerdings nicht im Hier und Jetzt, sondern zur Zeit der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert. Insbesondere Immanuel Kant mit seinen Denkanstößen ist indirekte Hauptfigur, auch wenn er als Person kaum in Erscheinung tritt. Vielmehr geht es um einen jungen Arzt in Zeiten von Freimaurern, Rosenkreuzern und Illuminaten. Dabei geht Fleischhauer ganz andere Wege als bspw. ein Dan Brown. Weniger Hollywood, mehr gut recherchierte Zeitgeschichte.
Inhaltlich ist das Buch eher ein Krimi/Thriller – aber einer, der zum Nachdenken anregt. Ich selbst habe das Buch vor gut zwölf Jahren das erste Mal gelesen und es durfte in meinem Bücherregal bleiben. Dort ist der Platz beschränkt und es kommen nur Bücher rein, von denen ich der Meinung bin, dass es sie nochmals zu lesen lohne würde. Macht man erfahrungsgemäß aber nicht. Es hat sich nun aber gezeigt, dass sich das durchaus lohnt!









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