zuletzt gelesen: „Totensee“ von Michael Kibler
Nun endlich habe ich die Lücke geschlossen. Das sage ich ja meistens über ungespielte Brettspiele, aber dieses Mal trifft es auf ein Buch zu. Wie schon bei SEELENRAUB beschrieben, hatte ich unabsichtlich eine Lücke in der Darmstadt-Krimi-Reihe von Michael Kibler gelassen und dabei TOTENSEE übersprungen. Das kann man so ja nicht stehen lassen, schließlich bin ich doch Komplettionist.
Zugegebenermaßen war die Motivation aber nicht all zu groß, nun diesen Band noch außerhalb der Reihe zu lesen. Da das Private immer einen großen Raum einnimmt, wusste man schon durch die Folgebände, wie sich dieser Handlungsstrang entwickeln wird – was somit etwa 30 Prozent des Buches uninteressant werden ließ. Zumal mich dieser ganze private Kram ohnehin eher nervt als anspricht. Allerdings war der Rest des Buches glücklicherweise mit dem Thema RAF gefüllt, womit ich mich dank meiner damaligen GK-Lehrerin schon seit der Schulzeit recht intensiv befasse. So fielen mir natürlich auch schnell die Bezüge zum Attentat auf Alfred Herrhausen auf. Zumal ich daran auch noch eine Kindheitserinnerung habe, da ein Personenschützer der Sohn eines Arbeitskollegen meines Vaters war. Darüber wurde dann natürlich in der Familie gesprochen. Für dieses prägende Attentat wird nun eine spannende Theorie geliefert, die aber auch nicht gänzlich neu ist. Dabei geht es vor allem um die Rolle der Stasi und deren Einfluss auf die 3. Generation der RAF. Ein wenig weit hergeholt ist deswegen auch die plötzliche Auflösung durch die Kriminalpolizei in Darmstadt während das BKA die ganzen Jahre im Trüben gefischt haben sollen. Aber TOTENSEE ist schließlich Unterhaltung und keine Dokumentation.









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