Heute nun der zweite Teil mit Aphorismen von Ernst R. Hauschka. Und wie mir mein Notizbuch sagt, wird es noch mehrer Teile geben (und hier noch der direkte Link zu Teil 1).
Gegen das zunehmende Wissen der Menschen wäre nichts einzuwenden, wenn sie dadurch gescheiter würden.
Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überläßt es dem Dichter, wann man einschläft.
Wer einmal über's Ohr gehauen wurde, der hört beim nächsten Mal besser.
Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht; er soll die Luft reinigen und nicht die Ernte verderben.
Wer nichts zu sagen hat, der sollte lieber gut essen, anstatt zu reden.
Die meisten Touristen sind wie junge Hunde: Sie beschnuppern alles und lernen nur wenig dazu.
Die unangenehmsten Reichen sind die, die nicht einsehen wollen, wie arm sie sind.
Versuchungen sind wie eine Stechmückenplage: Während wir eine erschlagen, sind tausend andere da.
Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, daß wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.
Die bescheidenen Menschen wären die berufenen Politiker, wenn sie nicht so bescheiden wären.
Wenn man in seinen Gedanken versinkt, darf man sich nicht mit seichtem Wasser begnügen.
Wenn ein Schuß kracht, fliegen die Sperlinge auf: so geht es den Bedenken, wenn ein Entschluß gefaßt wird.
Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel.
Mancher hält das Gewissen für ein Kleidungsstück, das man so lange bearbeitet, bis es passt.
Man glaubt gar nicht, wieviel gedruckt wird, ohne daß es jemals gelesen wird.








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