kritisch gespielt: Brains – Make me smile

Brains – Make me smile! von Reiner Knizia erschienen bei Pegasus Spiele

Brains - Make Me Smile - Box

Foto: Pega­sus

Schaut man auf mein Han­dy, dann wird man im Dis­play die ein oder ande­re Ver­knüp­fung zu einem Logik-Rät­sel­spiel fin­den. Ich mag ein­fach die Din­ger und kann mich wun­der­bar dabei ent­span­nen. Auch in mei­nem Spie­le­re­gal fin­det sich das ein oder ande­re Solo-Denk­spiel. Die meis­ten sind von Think­fun (wie u.a. das genia­le RUSH HOUR) und haben mir eini­ge Stun­den Kno­bel­spaß gebracht. Seit letz­tem Jahr hat auch Pega­sus nun eine eige­ne klei­ne Rei­he mit Rät­seln von Rei­ner Kni­zia gestar­tet.

The­ma... ist nicht wirk­lich vor­han­den. Punkt, Ende und Aus! Ist das schlimm? Wem fehlt das The­ma bei Müh­le und Dame?

Gra­fik... ist von Andre­as Resch. Die Gra­fi­k­il­lus­tra­ti­on fin­de ich anre­gend und gut gelun­gen (es wird sogar gezeigt, was unse­re Auf­ga­be ist). Die weni­gen Illus­tra­tio­nen im Spiel sind pas­send; sie len­ken nicht ab und sind zweck­dien­lich. Auf­trag ohne Makel erfüllt!

Brains - Make Me Smile - Inhalt

Inhalt der klei­nen Box

Aus­stat­tung... ist über­schau­bar. Es lie­gen 25 Spiel­plan­kar­ten mit 50 Auf­ga­ben in der Schach­tel. Zusätz­lich sind Papp­plätt­chen mit neu­tra­len Gesich­ter (die sind blau) und fröh­li­chen Gesich­ter (die sind gelb) sowie sechs Holz­pöp­pel bei­gefügt. Neben einer kur­zen Anlei­tung gibt es ein Heft mit den Lösun­gen bzw. ers­ten Hin­wei­sen.

Ablauf... ist leicht zu beschrei­ben. Ziel ist es, dass ich auf mei­ner Spiel­plan­kar­te nur noch lachen­de Gesich­ter bzw. Smi­leys sehe. Um dies errei­chen zu kön­nen, wird der gel­be Holz­pöp­pel an das Ende einer Rei­he gestellt. Befin­det sich nun am Anfangs­punkt der Rei­he ein gel­ber Smi­ley, dann wer­den alle Smi­leys dazwi­schen nun auf­ge­hei­tert: blaue Smi­ley ver­wan­deln sich in gel­be, rote (= trau­ri­ge) Smi­ley wer­den zumin­dest schon ein­mal zu blau­en. Je nach Kom­ple­xi­tät der Auf­ga­be habe ich dafür zwei bis sechs Holz­pöp­pel zur Ver­fü­gung.

Brains - Make Me Smile - Aufgabe 1

wahr­lich zum rein­kom­men: Auf­ga­be 1 ist jetzt nicht soooo schwer

Das gefällt mir nicht so gut: Ich fin­de das Spiel­ma­te­ri­al zu frie­me­lig. Viel­leicht habe ich zu dicke Fin­ger und stel­le mich an sich unge­schickt an, aber ich fin­de es anstren­gend, mit die­sen klei­nen Papp­plätt­chen han­tie­ren zu müs­sen. Es fehlt mir völ­lig etwas hap­tisch anspre­chen­des. Sind das bspw. bei Rush-Hour, die Fahr­zeu­ge, die man auf dem Spiel­plan hin und her schie­ben kann, ver­teilt man hier ledig­lich klei­ne Papp­schei­ben, die auf den glat­ten Spiel­plä­nen auch noch schnell ver­rut­schen. Waren es aus dem haus­ei­ge­nen Vor­gän­ger "BRAINSJAPANISCHER GARTEN" noch schön gestal­te­te Land­schafts­kar­ten, die einem zumin­dest das Gefühl eines schö­nen Lege­spiel gaben, fra­ge ich mich bei die­ser Aus­ga­be, wo für mich der Mehr­wert im Ver­gleich zu einer rein elek­tro­ni­schen Aus­ga­be liegt. Ich erken­ne kei­nen – außer dem nicht vor­han­de­nen Akku­ver­brauch.

Das gefällt mir gut: Die Auf­ga­ben sind gut und her­aus­for­dernd. Sind die ers­ten Auf­ga­ben wirk­lich nur zum Ken­nen­ler­nen, wer­den sie mit der Zeit immer anspruchs­vol­ler – und am Ende sind sie rich­tig kna­ckig.

Fazit: Die Rät­sel von Rei­ner Kni­zia sind wie­der for­dernd und es macht gro­ßen Spaß, sie zu lösen. Aller­dings wären sie für die­ses Kno­bel-Prin­zip bes­ser in einer elek­tro­ni­schen Umset­zung auf­ge­ho­ben. Die vor­lie­gen­de ana­lo­ge Umset­zung fin­de ich umständ­lich zu hand­ha­ben und auch optisch bzw. hap­tisch kein Erleb­nis.

 

Ich bedan­ke mich bei Pega­sus Spie­le für die Bereit­stel­lung eines Rezen­si­ons­ex­em­plars. Ich bin mir sicher, dass durch die­se Bereit­stel­lung mei­ne Mei­nung nicht beein­flusst wur­de. Die Bespre­chung spie­gelt mei­ne gemach­te Erfah­rung wider.

1 Kommentar zu “kritisch gespielt: Brains – Make me smile

  1. Pingback (Rückruf): kritisch gespielt: Brains Japanischer Garten | www.fjelfras.de

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