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Spielwarenmesse Nürnberg 2018 – Teil 1

unterwegs auf der Spielwarenmesse Nürnberg 2018 – Teil 1

Wie schon vor ein paar Tagen geschrie­ben, durf­te ich die­ses Jahr die Spiel­wa­ren­mes­se in Nürn­berg besu­chen – vie­len Dank dafür noch­mals an die Ver­ant­wort­li­chen! Da die­ses lei­der nicht jedem ver­gönnt ist, will ich nun ein wenig aus­führ­li­cher davon berich­ten [wie ich mer­ke, sogar ziem­lich aus­führ­lich – wes­we­gen ich nun den Bei­trag in zwei Tei­le getrennt habe].

Messe Nürnberg 2018Für mich war es das ers­te Mal in Nürn­berg, wes­we­gen ich vor­her doch sehr gespannt war. Im Gegen­satz zur SPIEL in Essen hat­te ich über­haupt kei­ne Vor­stel­lung von den Dimen­sio­nen vor Ort, von den Abläu­fen und von der Stim­mung. Im Vor­aus wur­de mir gesagt, dass es sich loh­nen wür­de, mit den Ver­la­gen eige­ne Gesprächs­ter­mi­ne zu ver­ein­ba­ren. Das habe ich teil­wei­se genutzt, woll­te mich aber vor­her auch nicht zu sehr beschrän­ken, so dass ich noch genug Zeit und Raum zum Erle­ben hat­te. Wie sich im Nach­hin­ein her­aus­ge­stellt hat, war das auch die rich­ti­ge Ent­schei­dung. Einer­seits sind sol­che Ver­lags­ter­mi­ne nett und infor­ma­tiv, ande­rer­seits bekommt man nur ohne Zeit­druck auch ein Gefühl für die Veranstaltung.

Aller­dings habe ich durch­aus auch Lehr­geld bezah­len müs­sen. Beim nächs­ten Mal las­se ich z.B. bestimmt nicht mei­ne Kame­ra auf dem Küchen­tisch zu Hau­se lie­gen (wobei ich doch extra den Akku noch auf­ge­la­den hat­te). Des­we­gen schon ein­mal im Vor­aus die Bit­te um Ent­schul­di­gung, wenn die Fotos nicht ganz opti­mal sind. Mein Han­dy ist vor­nehm­lich zum Tele­fo­nie­ren da und nicht zum Fotografieren...

Anbei nun ein klei­ner Aus­blick der ange­kün­dig­ten Spie­le – sor­tiert nach den ein­zel­nen Ver­la­gen. Nicht alle die­se Spie­le sind schon fer­tig pro­du­ziert. Teil­wei­se waren nur Hand­mus­ter aus­ge­stellt oder Vor­ab-Pro­duk­tio­nen in die Hän­de zu bekom­men. Auch ist es in Nürn­berg nicht unbe­dingt üblich, die Spie­le auch vor Ort zu spie­len. Oft­mals wer­den sie nur regel­tech­nisch vor­ge­stellt und meist wird noch ein wenig über das Spiel­ge­fühl gespro­chen. So muss die Zukunft zei­gen, ob mei­ne Erst­ein­schät­zun­gen sich bewahr­hei­ten oder ob ich völ­lig dane­ben lie­ge. Auch ist es natür­lich nicht mein Anspruch, einen kom­plet­ten Über­blick zu geben. Ich kon­zen­trie­re mich auf die Spie­le, die aus wel­chen Grün­den auch immer mein Inter­es­se geweckt haben.


Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Wenn ich schon in Nürn­berg bin, dann darf ein Besuch beim Lokal­ma­ta­do­ren nicht feh­len. Zumal der Nürn­ber­ger-Spiel­kar­ten-Ver­lag wie­der ein paar schö­ne Spie­le geplant hat. WÜRFELLAND (Andre­as Spies und Rein­hard Stau­pe) erin­nert optisch und auf­grund der Aus­stat­tung an die Eigen­pro­duk­ti­on TRÄX. Aber es sind auch Gemein­sam­kei­ten zu NOCH MAL! oder DIE BURGEN VON BURGUND – DAS WÜRFELSPIEL erkenn­bar. Es wird wie­der gemein­sam gewür­felt und es müs­sen schnell bestimm­te Schatz­fel­der ange­kreuzt wer­den. Sozu­sa­gen ist WÜRFELLAND eine Würfel-Rallye.

Anlei­hen zu ANNO DOMINI oder AUSGERECHNET BUXTEHUDE fin­den sich bei ILLUSION (Wolf­gang Warsch). Doch nun kön­nen auch Men­schen mit­spie­len, die noch gar nicht lesen kön­nen. Denn es gilt, ein­zel­ne Farb­an­tei­le von abs­trak­ten Kar­ten­bil­der abzu­schät­zen. Wie­viel "blau" sehe ich auf mei­ner Kar­te im Ver­hält­nis zu den bereits aus­lie­gen­den Kar­ten? Auf­grund der beson­de­ren Gestal­tung der Kar­ten ist das nicht ein­fach abzu­schät­zen. ILLUSION hat mir beim ers­ten Anspie­len sehr gut gefal­len – auch, weil der Wer­tungs­me­cha­nis­mus schön ein­fach gehal­ten ist und kein wirk­li­ches "Wis­sen" not­wen­dig ist. Die Farb­un­ter­schei­dung soll übri­gens auch bei Men­schen mit einer Rot-Grün-Seh­schwä­che mög­lich sein.

The Mind - Nürnberg 2018
THE MIND – hier habe ich ver­ges­sen, die dazu­ge­hö­ri­gen Gesich­ter zu fotografieren

ILLUSION wird aber getoppt von THE MIND (eben­falls Wolf­gang Warsch). Die­ses Kar­ten­spiel hat mich fas­zi­niert und ist so etwas wie mein Geheim­tipp der Mes­se! Ähn­lich wie bspw. bei THE GAME ver­su­chen die Spie­ler, gemein­sam Kar­ten­wer­te auf­stei­gend abzu­le­gen. Natür­lich gibt es dabei ein Han­di­cap – und das ist nicht gera­de klein: denn es darf nicht gere­det wer­den! Man schaut also sei­ne Mit­spie­ler an und ver­sucht, aus den Gesich­tern bzw. der Hal­tung etwas her­aus zu lesen. Da es nicht um Zeit­druck geht, ist es auch nicht etwa hek­tisch oder stres­sig wie bspw. MAGIC MAZE. THE MIND ist span­nend und vol­ler Emo­tio­nen – und man ist erstaun­lich erfolg­reich. Für mich war das eine ganz neue Spiel­erfah­rung und ich bin wirk­lich begeistert.


ADC Blackfire Entertainment

Für STAR REALM Fans (wie mich) eine gute Nach­richt: auch HERO REALMS (Robert Doug­her­ty und Dar­win Kast­le) wird es nun auf deutsch geben. Das bekann­te Prin­zip wird the­ma­tisch in ein Fan­ta­sy-Set­ting über­führt. Über Boos­ter-Packs soll es dann eige­ne Cha­rak­te­re geben, die exklu­si­ve Kar­ten besit­zen. Da wer­de ich wohl nicht drum­her­um kommen.

Für die Euro-Lieb­ha­ber steht bald DER KRIEG DER KNÖPFE (Andre­as Ste­ding) in den Rega­len. Optisch ist das Gan­ze ein Genuss, weil Harals Lies­ke sich wie­der ein­mal aus­to­ben durf­te. Eye­cat­cher sind dabei sicher­lich die tol­len Holz­knöp­fe, die als eine Art Wäh­rung fun­gie­ren (und sich ein­fach toll anfüh­len). Inhalt­lich basiert DER KRIEG DER KNÖPFE auf der bekann­ten Novel­le von Lou­is Per­gaud. Spiel­me­cha­nisch gibt es dazu auch eini­ge Quer­ver­wei­se. So sind gro­ße Brü­der im Spiel wie auch Pet­zen und Stre­ber. Motor sind dabei Wür­fel, die auf dem Spiel­brett plat­ziert wer­den, um Bau­ma­te­ri­al für die eige­ne sieg­brin­gen­de Hüt­te zu erhal­ten. Dabei gibt es dann bestimm­te Ver­drän­gungs­me­cha­nis­men, die das gan­ze Gesche­hen durch­aus kon­fron­ta­tiv machen.


QUEEN GAMES

Neben dem Kin­der­spiel KOBOLDE (Mar­co Rus­kow­ski und Mar­cel Süßel­beck) mit schö­nem 3D-Spiel­brett kommt auch das Ken­ner­spiel FRANCHISE (Christ­wart Con­rad – Neu­auf­la­ge mit neu­em The­ma von PFEFFERSÄCKE bzw. MEDIVAL MERCHANT) bald auf den Markt. Davon war nur ein sehr bun­tes Hand­mus­ter (Illus­tra­tor ist Ian O'Toole) zu sehen. Ziel ist es, in den 60er Jah­ren in den USA lan­des­weit eine eige­ne Fili­al­ket­te auszubauen.

Span­nen­der fand ich aber LUXOR (Rüdi­ger Dorn), wel­ches wie­der klas­se von Den­nis Lohau­sen illus­triert wur­de – lei­der habe ich es aber ver­ges­sen zu foto­gra­fie­ren. Motor die­ses Wett­ren­nens sind Hand­kar­ten, deren Rei­hen­fol­ge auf der Hand nicht geän­dert wer­den dür­fen. Man hat immer fünf auf der Hand und darf nur eine der jeweils äuße­ren aus­spie­len. Die neu nach­ge­zo­ge­ne Kar­te kommt dafür in die Mit­te. Das klingt nach einem schö­nen Mecha­nis­mus. Inhalt­lich müs­sen Schät­ze aus einem ägyp­ti­schen Palast erbeu­tet wer­den bei unter­schied­li­chen Siegpunktgeneratoren.


HUCH!

Wie die meis­ten Ver­la­ge, hat auch HUCH! in Nürn­berg eher Fami­li­en­spie­le vor­ge­stellt. Sowohl eige­ne, als auch die bald ins deut­sche über­set­ze Spie­le vom Part­ner­ver­lag IELLO. So soll im Som­mer z.B. THE LEGEND OF THE CHERRY TREE (Hin­a­ta Ori­guchi) erschei­nen. Dabei wer­den in CAN'T STOP Manier klei­ne bun­te Plas­tik­blü­ten aus einem Säck­chen gezo­gen. Wenn ich maß­voll war, darf ich die­se hin­ter mei­nem Sicht­schirm lagern. War ich zu gie­rig, darf ich nur weni­ge behal­ten und muss die­se auch vor mei­nem Sicht­schirm lagern. Am Ende zäh­len dann Mehr­hei­ten für die ein­zel­nen Blü­ten­grup­pen – auch hier wie­der unter­schie­den zwi­schen vor und hin­ter dem Sicht­schirm (wofür es für letz­te­re natür­lich mehr Punk­te gibt). Ich bin mir aller­dings nicht sicher, ob die­ser Mecha­nis­mus auf Dau­er trägt oder ob es nicht recht schnell lang­wei­lig wird.

Fairy Tile - Nürnberg 2018Eben­falls von IELLO wird FAIRY TILE (Matthew Dun­stan und Brett J. Gil­bert) über­nom­men. The­ma­tisch geht es ums Geschich­ten erzäh­len, mecha­nisch eher dar­um, gehei­me Auf­trä­ge zu erfül­len. So muss ich bspw. dafür sor­gen, dass sich der Prinz und die Prin­zes­sin am Bach trifft. Aller­dings wer­den die drei Spiel­fi­gu­ren von allen(!) Mit­spie­lern gemein­sam bewegt. Doof also, wenn mein Mit­spie­ler möch­te, dass sich der Prinz mit dem Dra­chen im Gebir­ge für ein Stell­dich­ein tref­fen soll. Die­ses Spiel­prin­zip klang sehr span­nend – außer­dem ist es wie­der ein­mal wun­der­schön in Sze­ne gesetzt. Das wer­de ich auf jeden Fall im Auge behalten!

Seikatsu - Nürnberg 2018
alle Vögel sind schon da

Nach TA-KE erscheint nun ein wei­te­rer japa­nisch anmu­ten­der und abs­trak­ter Titel. Bei SEIKATSU (Matt Loo­nis und Isaac Shalev) will man einer­seits Plätt­chen anle­gen, die glei­che Vogel­grup­pen bil­den, um sofort Sieg­punk­te zu gene­rie­ren. Ande­rer­seits ist aber der Blü­ten­kranz um den Vogel am Spie­len­de eben­falls Punk­te brin­gend. Zusätz­li­cher Kniff dabei: die ein­zel­nen Rei­hen wer­den für die jewei­li­gen Spie­ler aus ver­schie­de­nen Blick­win­kel gewer­tet. So ent­steht also ein tak­ti­sches Geplän­kel, wel­ches wie­der wun­der­schön auf­ge­macht daher kommt.


Pegasus Spiele

Dragon Master - Nürnberg 2018
nichts für die Zugfahrt?

Inter­es­san­ter­wei­se spielt die­ser unter­schied­li­che Blick­win­kel auch bei DRAGON MASTER (Rai­ner Kni­zia) eine gro­ße Rol­le. Bei die­sem 2‑Per­so­nen-Spiel sit­zen sich die bei­den Kon­tra­hen­ten nicht gegen­über, son­dern am bes­ten recht­wink­lig zuein­an­der. Dann wer­den die Kar­ten im vier mal vier Ras­ter aus­ge­spielt und jeweils senk­recht zur Blick­win­kel gewer­tet. Typisch Kni­zia dabei: es wird nur die jeweils schwächs­te Rei­he in den fina­len Punk­te­ver­gleich gehen. DRAGON MASTER ist wohl durch­aus ver­gleich­bar mit OKIYA – sowohl in Grö­ße wie auch in tak­ti­scher Fines­se. Steht somit für mich als wei­ter im Fokus.

Brains - Nürnberg 2018
Logik-Puz­ze­lei für viele

Eben­falls von Rai­ner Kni­zia kommt wohl im Som­mer BRAINS – BURGEN & DRACHEN auf den Markt. Im Gegen­satz zur bekann­ten (und sehr gut zu lau­fen­den) BRAINS-Rei­he, ist die­ses Spiel nun nicht mehr solo zu spie­len, son­dern man puz­zelt gegen­ein­an­der. Die jewei­li­gen Etap­pen­sie­ger bekom­men dann ein Han­di­cap für die nach­fol­gen­den Run­den, so dass hier die Sche­re zwi­schen Pro­fi-Knob­ler und Ama­teu­ren nicht all zu extrem auf­ge­hen sollte.

Im Part­ner­ver­lag Edi­ti­on Spiel­wie­se erschien ganz aktu­ell NIMBLE (Peter Jür­gen­sen). In die­sem Reak­ti­ons­spiel müs­sen die Spie­ler ver­su­chen, schnell ihre Kar­ten abzu­le­gen. Was dadurch erschwert wird, dass alle gleich­zei­tig spie­len und man etwas ver­quer mit den zwei­far­bi­gen Kar­ten den­ken muss. Ich behaup­te mal ganz frech, dass bei der The­men­fin­dung irgend­ei­ne Art von Rausch­mit­tel im Spiel war. Denn irgend­wie sol­len die Kar­ten Sei­ten von Klas­si­kern der Welt­li­te­ra­tur sein, die es nun zusam­men zu set­zen gilt. Das wirkt ein ganz ganz klein wenig auf­ge­setzt! 😉 Wie ich dabei auf Rausch­mit­tel kom­me? Ich zitie­re die Schach­tel­rück­sei­te: "Rauscht durch 6 Klas­si­ker der Welt­li­te­ra­tur." q.e.d.

Mein Traumhaus - Dartscheibe
das nächs­te Muss

Mit der Erwei­te­rung zu MEIN TRAUMHAUS (Kle­mens Kali­cki) kann man sel­bi­ges nun auch zu sechst spie­len. In FAMILIENBESUCH muss man nicht nur gleich­na­mi­gen mana­gen (die haben näm­lich komi­sche Vor­stel­lun­gen, in wel­chen Räu­men sie ihre Zeit ver­brin­gen wol­len), son­dern es ist eben auch zusätz­li­ches Mate­ri­al für die zusätz­li­chen Spie­ler in der Box. Außer­dem gibt es noch ein Modul mit gehei­men Bau­auf­trä­gen. Wohl extra für mich wird nun als zusätz­li­che Deko auch eine Dart­schei­be ange­bo­ten. Die wird mir aber Pro­ble­me berei­ten, da man sie nicht in das Spie­le­zim­mer ein­bau­en kann (denn das ent­spre­chen­de Zim­mer muss min­des­tens zwei Räu­me umfas­sen). Aber wie soll ich nun noch mein Haus nach­bau­en können?

Film ab - Nürnberg 2018
wird lei­der ohne die auf der Mes­se vor­han­de­nen Deko ausgeliefert

Nach­dem im letz­ten Jahr MEIN TRAUMHAUS das the­ma­ti­sche Gewand des Mes­se­stan­des von Pega­sus war, so wur­de die­ses Jahr dort noch ein (Heim?-)Kino instal­liert. Die gro­ße Fami­li­en­spiel-Neu­heit ist näm­lich FILM AB! (Anna Oppol­zer und Ste­fan Kloß). Da man – aus Sicht von Pega­sus – glück­li­cher­wei­se eine gera­de geschlos­se­nes Kino aus­räu­bern durf­te, konn­te man am Stand fri­sches Pop­corn und die typi­schen Käse-Nachos genie­ßen – und die beque­men Kino-Ses­sel gab es auch im Ange­bot. Ohne­hin ist die gan­ze Kam­pa­gne zum Spiel sehr stil­echt im Film-Milieu ange­sie­delt. Im Spiel als sol­ches will man Per­so­nen opti­mal (also punk­te­träch­tig) in einem Kino plat­zie­ren. Dabei sind alle Kli­schees zu erfül­len. Der schwer­hö­ri­ge Opa will ganz vor­ne sit­zen, der mit der schwa­chen Bla­se am Rand. Wer hin­ter dem 2‑Me­ter-Rie­sen sitzt, der wird mit Punkt­ab­zug bestraft. Neben die­sen wit­zi­gen Ste­reo­ty­pen ist auch die Namens­ge­bung der Per­so­nen wohl durch­dacht (Aste­rix lässt grü­ßen) und so ergibt sich zusam­men mit der tol­len Gra­fik ein Spiel mit gro­ßer Meta-Ebene.

Neben die­sen gan­zen Fami­li­en­spie­le sind aber auch ein paar Ken­ner­spie­le geplant. SANTA MARIA (Eilif Svens­son und Kris­ti­an Amund­sen Øst­by) hat lei­der kei­ne neue Gra­fik spen­diert bekom­men. Aber dafür kann es spie­le­risch über­zeu­gen. Es ver­bin­det Puz­zeln von Land­schafts­plätt­chen mit einer her­aus­for­dern­den Wer­tung. Durch ein­zu­set­zen­de Wür­fel wird es aber auch nicht kom­plett durch­re­chen­bar – außer­dem schü­ren Wür­fel ger­ne Emo­tio­nen. Es soll auch eine gut funk­tio­nie­ren­de Solo-Vari­an­te haben (was mich aber gewöhn­lich wenig reizt).

Outlive - Nürnberg 2018
Gibt es das? Unter­gangs­sze­na­rio ohne Zom­bies? Zum Glück: ja!

Im Gegen­satz zu SANTA MARIA konn­te mich OUTLIVE (Gre­go­ry Oli­ver) dahin­ge­gen optisch durch­aus über­zeu­gen. Das ehe­ma­li­ge Kick­star­ter-Pro­jekt wird es nun also auch auf deutsch im nor­ma­len Han­del geben. Das Mate­ri­al ist zwar etwas klein­tei­lig, dafür aber aus­ge­spro­chen hübsch. The­ma­tisch befin­den sich die Spie­ler in einem End­zeit­sze­na­rio. Dabei gilt es nicht nur selbst zu über­le­ben, son­dern am bes­ten auch vie­len wei­te­ren Men­schen eine Zuflucht im eige­nen Bun­ker zu geben. Jeder spielt dabei einen eige­nen Cha­rak­ter, die sich in ihren Eigen­schaf­ten unter­schei­den. Die Regeln klan­gen recht anspruchs- aber auch reiz­voll. Gro­ßer Vor­teil in mei­nen Augen: es tre­ten kei­ne Zom­bies auf! Die mag ich the­ma­tisch näm­lich gar nicht.

Azul Big Box - Nürnberg 2018
wohl mit das häu­figst gemach­te Foto von der Messe

Ach ja, eine Groß­spiel-Ver­si­on von AZUL gab es auch. Aller­dings nur zum Anse­hen. Scha­de, scha­de – das hät­te ich auch ger­ne mal ange­fasst. Ist doch Azul so ein schö­nes hap­ti­sches Spiel...

 

 


Sode­le, bevor der Bei­trag zu lang wird, höre ich nun unver­schäm­ter­wei­se auf und ver­wei­se auf den zwei­ten Teil.

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