Top-Liste – Jahrgang 2017/18 (Deutscher Spielepreis 2018)

meine Top-5 Spiele 2017/2018

meine Top-5 Spiele 2017/2018

Kurz vor der anstehenden Sommerpause ist ein guter Moment, um noch einmal den aktuellen Spielejahrgang Revue passieren zu lassen. Somit möchte ich euch auch dieses Jahr gerne an meiner Abstimmung für den Deutschen Spielepreis 2018 teilhaben lassen. Glücklicherweise wählt man dabei fünf Spiele, so dass mein selbst gewähltes Top-Listen-Raster genau erfüllt wird. Außerdem folgender Appell: wer es bisher noch nicht gemacht hat, kann noch bis zum 31. Juli selbst abstimmen! Macht das bitte, denn der Preis wird relevanter, je mehr Stimmen abgegeben wurden.

Wie schon im letzten Jahr, ist mir bei meiner Top-Liste wichtig, dass die einzelnen Spiele verschiedenen Kategorien angehören. Auch wenn ich bspw. sehr gerne Kennerspiele spiele, dann ergibt es für mich keinen Sinn, in diese Liste nur Kennerspiele aufzuführen. Sondern es kommt dann nur das Spiel dieser Kategorie auf meine Liste, welches mich am meisten überzeugt hat. Natürlich ist das auch keine sklavische Regel und im Zweifelsfall würde ich da auch Ausnahmen machen. Aber bisher kann ich mit dieser Selbstbeschränkung ganz gut leben. Außerdem soll die Vielfalt leben und nicht immer nur die gleichen Spiele genannt werden. Nun aber zu meiner Rangfolge:

  1. ALTIPLANO von Reiner Stockhausen – erschienen bei dlp games
  2. RAJAS OF THE GANGES von Inka und Markus Brand – erschienen bei Huch!
  3. AZUL von Michael Kiesling – erschienen bei Next Move
  4. MEMOARRR! von Carlo Bartolini – erschienen bei Edition Spielwiese.
  5. HANAMIKOJI von Kota Nakayama – erschienen im KOSMOS Verlag

Altiplano - Box

Foto: dlp games

ALTIPLANO steht für mich überraschend auf Platz 1. Warum überraschend? Weil ich es fast nach der ersten Partie sofort wieder verkauft hätte (es gab da ein paar Interessenten). Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet von diesem ORLEANS-Nachfolger und war somit ziemlich enttäuscht. Allerdings sah das insbesondere meine Frau ganz anders und somit kam es nach der SPIEL dann doch recht häufig auf den Tisch. Und recht schnell ist dann meine Enttäuschung verflogen und ich habe ALTIPLANO immer mehr zu schätzen und auch lieben gelernt. Ich mag mittlerweile diese etwas andere Spielgefühl sehr gerne. Somit steht ALTIPLANO nun doch recht unangefochten auf Platz 1.

Rajas of the Ganges - Box

Foto: Huch!

RAJAS OF THE GANGES ist nach ALTIPLANO wohl das andere „große“ Spiel, was ich am häufigsten in diesem Jahr gespielt habe. Dabei war der Jahrgang in diesem Segment durchaus stark. Auch ein CLANS OF CALEDONIA hätte es bspw. verdient gehabt, mit Punkten bedacht zu werden. Oder NUSFJORD, oder TRANSATLANTIC oder ganz aktuelle auch DAS TIEFE LAND. Trotzdem fiel mir dir Auswahl mit RAJAS OF THE GANGES dann doch recht leicht. Hier faszinieren mich einerseits natürlich die tollen Würfel, andererseits (und das noch viel stärker) auch die vielen unterschiedlichen Strategien. Immer wenn man glaubte, nun die ultimative Strategie erkannt zu haben, kam ein Mitspieler und belehrte einem vom Gegenteil. Dabei sind die Partien auch nicht zu verkopft, sondern alles bleibt auf einer angenehmen Tiefe.

Azul - Box

Foto: Plan B Games

AZUL ist vergleichbar mit KINGDOMINO im letzten Jahr. Damit meine ich nicht, dass es für mich automatisch zum Spiel des Jahres gewählt wird (auch wenn es durchaus als Favorit anzusehen ist). Aber AZUL hatte eine ähnliche Sogwirkung. Vor allem nach Erscheinen wurde doch recht schnell eine Partie nach der anderen gespielt. Hatte man eine beendet, wurde sofort eine Revanche vorgeschlagen. AZUL hat fast alle Mitspieler in seinen Bann gezogen – und bisher auch noch nicht wieder los gelassen. Dumm nur, dass ich es immer bin, der eine Revanche einfordern muss. Denn wahrscheinlich ist AZUL das Spiel des Jahrgangs, was ich am seltensten gewonnen habe. Trotzdem ist es weiterhin ganz oben in meiner Gunst.

Memoarrr - Box

Foto: Pegasus

MEMOARRR! ist der Vertreter der vielen tollen „kleinen Spiele“ dieses Jahrgangs. Auch hierbei war ich mir sehr schnell sicher bei dieser Wahl. Denn MEMOARRR! hat uns Generationen übergreifend sehr viel Spaß gemacht im letzten Jahr. Doch auch in dieser Kategorie hätten es noch andere Spiele verdient gehabt, genannt zu werden. Neben einigen aktuell im Fokus stehenden Spielen (THE MIND oder auch GANZ SCHÖN CLEVER) möchte ich gerne noch ILLUSION extra benennen. Das finde ich in der öffentlichen Wahrnehmung etwas unterschätzt. Denn wie auch bei MEMOARRR! funktioniert es sehr gut in allen Altersklassen. Es fehlt aber ein wenig der besondere Pfiff, den eben MEMOARRR! besitzt. Ganz aktuell wird in dieser Kategorie auch CAT LADY gern gespielt.

 

Hanamikoji - Cover

Foto: KOSMOS Verlag

HANAMIKOJI ist wiederum der Vertreter der 2-Personen-Spiele. Oder aber der Spiele mit „viel Spieltiefe bei wenig Material“. Oder aber auch … egal. HANAMIKOJI ist einfach ein tolles Spiel. Da wir zu Hause recht viel zu zweit spielen, bin ich immer auf der Suche nach guten reinen 2-Personen-Spielen. Dieses Jahr kam neben HANAMIKOJI noch recht oft 7 WONDERS DUEL auf den Tisch (das hat übrigens auch ein wenig gebraucht, mich zu überzeugen), was aber schon älter ist und somit gar nicht erst zur Wahl stand.

 

Bei der Wahl zum Kinderspiel habe ich dieses Jahr nicht mehr mitgemacht. Hier habe ich einfach keinen vernünftigen Überblick. Bevor ich lediglich nach Namen und aufgeschnappten Meinungen wähle, lasse ich es lieber sein. Sowieso sehe ich den Deutschen Spielepreis für diese Kategorie recht kritisch. Im Segment Kinderspiel hat deswegen für mich die Jury zum Kinderspiel des Jahres oder auch der Kinderspieltest des BDKJ eine höhere Relevanz.

Sodele, dass war nun ein kurzer Rückblick auf meine Lieblinge des aktuellen Jahrgangs. Und nun geht es ab in den Sommerurlaub…

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